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Sonntag, 7. Juni 2020

Trauma und Corona: Prof. Reddemann im Interview


Prof. Reddemann zählt zu den erfahrensten Trauma Therapeutinnen in Deutschland. Während des Lockdowns führte ich ein Interview mit ihr: 

Was genau ist ein Trauma?

Trauma bedeutet Wunde oder auch Verwundung, in diesem Fall auf der seelischen Ebene. Wie bei körperlichen Wunden gehen die Verwundungen von ganz leicht bis sehr schwer. Es lässt sich vorstellen, dass jemand der oder die auf dem Land mit großem Garten lebt, ganz anders belastet sein wird als jemand die z.B. als alleinerziehende Mutter in der Großstadt mit 3 kleinen Kindern in einer kleinen Wohnung zurecht kommen muss. Das Einhalten sozialer Distanz ist für Viele sehr belastend und kann sich traumatisierend auswirken. Die Folgen all dieser unterschiedlichen Formen von Belastungen oder auch Traumatisierungen sind wiederum sehr unterschiedlich. Sehr belastete Menschen können z.B. in starke Unruhe geraten, oder auch erstarren. Je länger diese Krise anhält, desto mehr Menschen werden mit Belastungssymptomen reagieren. Auch das hat Ähnlichkeit mit einem körperlichen Trauma. Je länger eine Verletzung einwirkt, desto gravierender kann sie sein. Ich möchte aber auch sagen, dass nicht alle Menschen die jetzige Situation als traumatisierend erleben. Das hängt mit einigen weiter unten angesprochenen Faktoren zusammen.

 

Mittwoch, 23. August 2017

Fortbildungshinweis: Die heilsame Wirkung von Yoga bei traumatischen Erfahrungen - Joachim Pfahl und Doris Iding

Die heilsame Wirkung von Yoga bei traumatischen Erfahrungen
Man braucht nicht als Flüchtling in einem Lager zu leben oder als Soldat in einem Krieg gekämpft zu haben, um Traumata zu kennen. Mittlerweile weiß man, dass sie zum Leben vieler Menschen dazugehören: Ein Unfall, eine Trennung, ein Tod, Gewalt und Missbrauch oder können Auslöser für ein Trauma sein und sich im Nervensystem festsetzen, ohne dass man sich dessen bewusst ist. Die gute Nachricht: es ist möglich, durch Traumata entstandene Schädigungen zu verringern oder sogar zu beheben! Das hängt maßgeblich damit zusammen, dass man die natürliche Plastizität des Gehirns nutzen kann, um sich – als Betroffene - wieder völlig lebendig und in der Gegenwart verwurzelt zu fühlen.

SA 21. Oktober 2017, 09:30 - 17:00
SO 22. Oktober 2017, 09:30 - 16:00

Mittwoch, 31. Mai 2017

Die aktuelle Buchempfehlung: "Traumasensibles Yoga" von Angela Dunemann, Regina Weiser und Joachim Pfahl

Gerade erschienen ist ein empfehlenswertes Buch zum Thema Traumasensibles Yoga, dass von den drei Yogalehrern (Dunemann, Pfahl und Weiser) geschrieben wurde, deren Arbeit ich persönlich sehr schätze!

Darin gehen die drei umfassend auf das Thema Trauma ein und schenken Therapeuten, Yogalehrern und Betroffenen einen reichhaltigen, langjährigen Erfahrungsschatz in Hinblick auf Heilung traumatischer Erfahrungen.

Montag, 13. Februar 2017

Der sanfte Weg aus dem Trauma: Fortbildung für Yoga- und Achtsamkeitslehrer, IAK Freiburg 10.03. - 13.03.2017

Man braucht nicht als Flüchtling in einem Lager zu leben oder als Soldat in einem Krieg gekämpft zu haben, um Traumata zu kennen. Mittlerweile weiß man, dass sie zum Leben vieler Menschen dazugehören. Die gute Nachricht: es ist möglich, durch Traumata entstandene Schädigungen zu verringern oder sogar zu beheben! Das hängt maßgeblich damit zusammen, dass man die natürliche Plastizität des Gehirns nutzen kann, um sich – als Betroffene - wieder völlig lebendig und in der Gegenwart verwurzelt zu fühlen.

Montag, 23. Januar 2017

Es sind die einfachen Übungen, die wirken

Letztes Wochenende habe ich im Trivini in Gröbenzell eine Fortbildung zum Thema "Yoga für die Stabilisierung bei traumatischen Erfahrungen". Es war eine wunderschöne, inspirierte Gruppe! Dafür bin ich immer wieder dankbar, wenn Menschen zusammenkommen, um im Geist des Yoga zu lernen.

Donnerstag, 8. Dezember 2016

Der Körper als wunderbare Pilgerstätte




















Achtsamkeitsübung für mehr Körperbewusstsein Nr. 3 – Körperempfindungen wahrnehmen

Es gibt keine Pilgerstätte, 
die wunderbarer und offener wäre als mein Körper,
kein Ort, der es mehr wert wäre, erkundet zu werden.
(Siddha Saraha)
 
Es sind Deine Körperempfindungen, Gefühle und Gedanken, die Dein Befinden und Erleben bestimmen. Bist Du traurig, spürst Du einen Kloß im Hals und bist Du verliebt, hast Du Schmetterlinge im Bauch. Die buddhistische Psychologie weiß darum, wie sehr unsere Körperempfindungen, die eng an unsere Gefühle und Gedanken gekoppelt sind, uns im Griff haben können. Sie können uns in den Himmel oder in die Hölle katapultieren. Sie weiß auch, wie schwer es uns fällt, sie nur als das zu betrachten, was sie sind: Gefühle. Das gilt sowohl für die positiven als auch für die negativen Körperempfindungen. Die buddhistische Psychologie legt besonders bei der Praxis der Achtsamkeit ihren Fokus darauf, dass wir lernen, unsere Körperempfindungen, die aus unseren Gedanken und Gefühlen entstehen, bewusst wahrzunehmen und ihnen wertfrei eine entsprechende Aufmerksamkeit zu schenken. Ohne uns in sie verwickeln zu lassen. So, wie es in der großen Rede über die Achtsamkeit beschrieben wird: „Wenn ein angenehmes Gefühl im Körper auftaucht, wisse, dass dies die Erfahrung eines angenehmen Gefühls ist. Wenn ein schmerzhaftes Gefühl auftritt, wisse, dass dies die Erfahrung eines schmerzhaften Gefühls ist.“

Montag, 3. Oktober 2016

Gehirn und Trauma - Wie Trauma wirken und wie Du sie auflösen kannst

Ich  freue mich jetzt schon sehr auf mein Yoga & Trauma Seminar vom 5. - 6. November 2016 im AIRYOGA, München.

Die Vorbereitung dazu läuft und da das Gehirn bei der Entstehung und Verarbeitung von Trauma eine wichtige Rolle spielt, möchte ich hier einen kurzen Einblick geben, was genau das bedeutet. Wenn Du mehr dazu wissen willst, würde ich mich sehr freuen, Dich beim Seminar zu sehen.
 

Sonntag, 2. Oktober 2016

Seminartipp: Trauma & Yoga! Wie Du lernst, deinen Körper wieder zu beheimaten!














































In den letzten 5 Jahren habe ich mich intensiv mit den Thema Traumaheilung beschäftigt. Ausgelöst durch eine persönliche Angsterkrankung (diese beschreibe ich in meinem Buch „Die Angst, der Buddha und ich“) habe ich mich auf die Suche gemacht nach Wegen, um traumatische Erfahrungen zu heilen.

Mittwoch, 18. Mai 2016

Mitgefühl, wie wir es lernen können – Prof. Dr. Luise Reddemann im Interview

Wenn ich Menschen coache, egal ob im Bereich Yoga oder Achtsamkeit, bin ich immer wieder sehr betroffen darüber, wie unendlich streng viele Menschen mit sich sind! Leistung, Perfektionsanspruch, weiterkommen, das alles was uns in der heutigen Gesellschaft umzubringen scheint und uns auf den spirituellen Weg gebracht wird, betreiben wir hier oft genauso weiter. Allerdings unbewusst.

Meine eigene Erfahrung aber ist, dass erst dann, wenn wir wirklich tiefes Mitgefühl mit uns selbst haben, kann ein umfassender Fortschritt auf dem spirituellen Weg geben. Nur wenn wir unser Herz für uns selbst öffnen, und uns Mitgefühl schenken, kann tiefgreifende Transformation passieren.

Dienstag, 8. Dezember 2015

Wenn der Schrecken sich verkörpert....

Die Anschläge von Paris haben vielen von uns Angst gemacht. Ja, sie haben uns vielleicht sogar einen Moment lang "starr vor Schreck" werden lassen.

"Starr vor Schreck" zu werden, diese Erfahrung haben zahlreiche Menschen mindestens einmal oder mehrfach in ihrem Leben gemacht. Somit wissen die meisten auch, wie es sich anfühlt, wenn der Körper auf einen Schock mit Erstarren reagiert. Doch in der Regel löst sich dieses Einfrieren wieder, wenn die Situation vorbei ist. Wird diese Starre jedoch nicht aufgelöst, dann verharrt der Mensch in einem andauernden Schrecken und glaubt, dass diese bedrohliche Situation immer noch da ist. D.h., das Gehirn findet keinen Ausweg aus der Starre. Ist dies der Fall, verkörpert sich der Schock nicht nur in einer physischen Starre, sondern in veränderten, manchmal zerstörten Nervenverbindungen im Gehirn.

Dienstag, 28. April 2015

Hilfe für Nepal! Spendenaufruf von Emily Hess und dem Peter Hess Institut.

Heute möchte ich gerne einen Spendenaufruf vom Peter Hess Institut teilen!

Peter und Emily Hess unterstützten Menschen in Nepal. Sie alle brauchen dort so schnell wie möglich unsere Hilfe!!