Dienstag, 15. Mai 2018

Lust auf Sonne, Meer und sanftes Yoga. Von Moment zu Moment entspannen in Griechenland. 16.06. - 23.06.2018


Wie kann ein entspannter Tag besser beginnen als mit ein paar sanften Yogaübungen in der angenehmen griechischen Morgensonne. So können Körper und Geist ideal in den Tag starten und bewusst von Augenblick zu Augenblick, von Atemzug zu Atemzug die Schönheit aller Eindrücke wahrnehmen. 

Ich war bereits mehrfach mit einem Kurs im Ilios-Center und freue mich jetzt schon wieder sehr darauf, dort einen Kurs geben zu dürfen.

Die Anlage ist wunderschön gelegen und abseits der touristischen Regionen. Das Center bietet perfekte Bedingungen für eine entspannte, genussvolle und achtsame Auszeit. 

Die Paraskevi-Bucht ist nur wenige Gehminuten entfernt und überzeugt mit Idylle, Strand und türkisblauem Meer. Ich habe mich vom ersten Moment an wohlgefühlt und erinnere mich gerne an die stimmungsvollen Sonnenuntergänge. An diesem Ort kann die Seele baumeln und Kraft tanken. Hier kann die heilsame Luft des Meeres mit tiefen Atemzügen in die Lungen strömen und das Herz öffnen. Hier kann die Schönheit des Ortes mit all seinen Düften und Farben genossen werden.

Kontakt zur eigenen Mitte aufnehmen

Im Fokus dieses Yoga-Urlaubs stehen die Teilnehmer und ihre Erholung. Leichte Yin-Yoga-Übungen helfen dabei, Anspannungen und Verkrampfungen zu lösen. Meditation und Yoga haben die Kraft, uns zu uns selbst zu bringen. Uns selbst wieder wahrzunehmen. Und die eigene Stimme wieder zu hören und hoffentlich dann auch darauf zu hören. 

Manchmal bringen wir Fragen mit auf unsere Reisen, die wir gerne beantwortet hätten. Die Kombination aus Yoga-, Atem- und Meditationsübungen bringen uns in Kontakt mit einer tieferen Ebene unseres Inneren und liefern uns Antworten auf eben diese Fragen. Natürlich sind diese manchmal ganz anders als das, was wir gerne hören würden. 

Gibst Du dir Zeit, Raum und Ruhe, dann kann es tatsächlich gelingen, elementare Antworten auf die Fragen des Lebens und unserer individuellen Bestimmung zu finden, um klar und gestärkt in den Alltag zurückzukehren. 

Vielfältiges Erholungsangebot

Neben dem Yoga- und Meditationsangebot bietet das Ilios-Center auch die Möglichkeit, unser Inneres auf andere Weise auszudrücken und zu erleben. Die Gäste können beim Malen die Kreativität fließen lassen. Das kleine Atelier ist wunderschön und sehr inspirierend! Ansonsten gibt es auch die Möglichkeit zu ausgedehnten Wanderungen im Epirius-Gebirge, um sich selbst zu begegnen. Alles ist erlaubt, was Entspannung und Erholung verschafft. Meine Vorfreude auf diese Reise wächst von Tag zu Tag und ich reise nach Griechenland mit der Gewissheit, allen Teilnehmer eine entspannte, inspirierende und erholsame Erfahrung bieten zu können.

Weitere Infos findest Du bei Neue Wege Reisen: Info und Anmeldung

Montag, 14. Mai 2018

Alles ist mit allem verbunden


Immer mehr Menschen fühlen sich einsam. Wenn wir jedoch die Achtsamkeit umlenken und unser Herz öffnen, dann erkennen wir, dass kein Mensch eine Insel ist und wir alle verbunden sind.

Kennst Du solche Momente: Du denkst an eine Freundin, die Du schon lange nicht mehr gesprochen hast – und plötzlich klingelt das Telefon und sie ist am Apparat. Oder Du träumst davon, dass dein Onkel stirbt und am nächsten Morgen erhältst Du einen Anruf deiner Mutter, indem sie Dir deinen Traum bestätigst.

Ich selbst kenne diese Augenblicke und manchmal erschrecken sie mich. Es ist dieser Moment, in dem ich erkenne, dass es so viel mehr gibt als das, was ich mit dem Auge sehe. Auf der anderen Seite finde ich es sehr schön und ich lerne nach und nach immer mehr in dieses Gefühl von Verbundenheit zu vertrauen.

Dieses Gefühl der Verbundenheit stellt sich aber nicht nur ein, wenn ich an Menschen denke, die ich liebe oder die mir freundschaftlich oder verwandtschaftlich nahestehen. Ich kann es auch mit all jenen herstellen, die ich noch nie in meinem Leben gesehen habe. Dazu braucht es nicht viel. Es reicht schon, wenn ich auf meinen Laptop schaue, auf dem ich gerade diesen Text schreibe. Wenn ich mein Herz dafür öffne, wie viele Menschen daran beteiligt waren, dass ich jetzt auf diesem Laptop schreiben kann, dann sind dies unendliche Dimensionen: Der Mensch, der den ersten PC entworfen hat; all jene Menschen, die den Computer weiterentwickelt haben bis hin zu der Form, wie er jetzt vor mir steht. Waren es 10.000 Menschen? 100.000 Menschen? 1 Millionen? Ich rede jetzt aber gerade nur von der Hardware. Es geht noch weiter: Die Computerprogramme, der Strom der dazu nötig ist, der Tisch auf dem der Laptop steht … Ich könnte diese Aufzählung also bis ins Unendliche fortführen. Denn ohne all diese Menschen wäre das Leben – auch wenn es viele Herausforderungen mit sich bringt – so nicht möglich!

Wenn ich mein Herz für diese Menschen öffne, erkenne ich noch etwas. Sie und ich sind auf einer Ebene alle gleich sind: wir alle wollen glücklich sein. Wir alle wollen geliebt werden. Wir alle möchten die Liebe, die wir in uns haben mit einem Menschen teilen. Wenn ich mich dafür öffne, das kann ich förmlich spüren, wie etwas in mir weicher und offener wird.

 Verbundenheit statt Isolation kultivieren

Auch wenn wir uns heute alle als sehr unabhängig und selbstständig bezeichnen, so sind wir doch voneinander abhängig. Und das viel mehr als uns bewusst ist. Ein anderes Beispiel: Ich habe heute schon ein köstliches Frühstück zu mir genommen: ayurvedischer Brei, Mandelmilich, grüner Tee, frisches Obst. Was für ein Geschenk. Auch hier bin ich mit so vielen Menschen verbunden, die dazu beigetragen haben, dass es mir an einem kalten Wintertag möglich ist, so gut zu frühstücken: Die Obstbauern, die Getreideanbauer und die Teebauer. Die Hersteller dieser Produkte. Die Bauunternehmen die dafür gesorgt haben, dass die ganzen Lebensmittel trocken gelagert werden konnten. Die Fahrzeughersteller, die dafür gesorgt haben, dass diese Lebensmittel von A nach B transportiert wurden. Die Autobahnbauer. Der Tankwart. Der Bioladen, der gebaut werden musste. Der Besitzer des Ladens, der sich getraut hat einen Bioladen zu eröffnen..

Du siehst, auch hier könnte ich die Kette unendlich lang werden lassen.

Ich selbst bin immer wieder zutiefst berührt, wenn mir diese Verbindung bewusst wird. Und mir wird in solchen Momenten auch wieder bewusst wie wichtig es für uns alle ist, sich dieser Verbindung bewusst zu werden.

Nicht umsonst stehen im Yogasutra die Yamas, ein heilvoller und bewusster Umgang mit anderen Wesen an erster Stelle auf der spirituellen Leiter. Bewusstheit macht deutlich, dass wir einander brauchen und uns dementsprechend mit mehr Respekt, mehr Würde und mehr Achtung behandeln sollten. Aber auch mit mehr Dankbarkeit und Wertschätzung miteinander umgehen sollten.  Ein zweiter Aspekt ist, dass das Wissen um die Verbindung vor dem Gefühl der Einsamkeit schützt. Wie viele Menschen sind in Facebook, weil sie die Einsamkeit in der realen Welt nicht mehr ertragen und sich in einen virtuellen Freundeskreis flüchten. Aber macht der auf Dauer nicht noch einsamer, weil wir dann, wenn wir unser Handy ausmachen, wir wieder alleine sind.

Verbundenheit leben

Also geht es wie auch in der Yogapraxis auf der Matte um folgende Devise: 1 g Praxis ist mehr als eine Tonne Theorie. Überlege Dir, wo Du mehr reale Verbundenheit in dein Leben bringen könntest? Wie wäre es in diesen Tagen, in denen die Grippe wütet, mal für die kranke Nachbarin einzukaufen – die Dir emotional nicht so nahe steht - oder ihr möglicherweise sogar eine stärkende Suppe zu kochen? Vielleicht gibt es auch jemanden in deinem Leben, der alleine lebt und sich darüber freuen würde, wenn du ihn zum Essen einladen würdest. Kein großes Festessen, sondern ein ganz normales Mittagessen. Ganz unprätentiös. Bedingungslos. Erwartungslos. Oder wie wäre es, wenn Du der Kassiererin im Supermarkt, an der Tankstelle oder im Kino einmal ganz bewusst in die Augen schauen würdest und dich bei ihr dafür bedanken würdest, dass sie diese Arbeit macht. Einfach so. Aus ganzem Herzen. Das Strahlen in ihren Augen würde dich wahrscheinlich wahrscheinlich tiefer und unmittelbarer berühren als 20 likes auf facebook.

Verbundenheit beginnt dort, wo Bequemlichkeit aufhört. Es fordert uns auf, nachzudenken, das Herz zu öffnen und nicht mehr nur noch um uns selbst zu kreisen. Aber die Erfahrungen, die wir beim Blick in andere Augen oder Herzen machen, sind viel schöner und führen uns dann auch wieder mitten ins Herz des Yoga. Dem Wissen, dass es letztendlich kein Ich und kein Du gibt, sondern wir auf einer noch tieferen Ebene nicht nur miteinander verbunden sind, sondern alle eins sind.

Mittwoch, 18. April 2018

Entscheide Dich für Dich und schließe endlich Frieden mit Dir!

Kennst Du das? Du tust dein Bestes, ja wirklich dein allerbestes. Und trotzdem gibt es in dir  eine Stimme, die ist niemals wirklich zufrieden mit dem, was Du tust. Egal wie sehr Du dich auch bemühst. Egal, wie einzigartig das ist, was Du leistest. Immer meckert sie an Dir herum. Immer findet sie etwas, was hätte besser, schöner, perfekter sein können. 

Es ist die Stimme unseres eigenen, inneren Kritikers, die wir irgendwann in unserem Leben - meinst in jungen Jahren - installiert haben - und die uns seit Kindertagen traktiert.

Rund um die Uhr flüstert sich uns subtil, hinterhältig und meist sehr verletzend ins Ohr , was an uns nicht gut genug ist, um so wie wir sind, in dieser Welt sein zu dürfen. Einfach nur so. Einfach sein.

Die Wunden heilen
Wenn wir die Wunden heilen möchten, die dieser innere Kritiker verursacht und der Welt mit einem offenen Herzen begegnen wollen, müssen wir den Krieg in uns selbst beenden. Dies ist jedoch leichter gesagt als getan. Vielleicht ist dies sogar die größte Herausforderung unseres Lebens. Den Kritiker zu befrieden und zu lernen, unser eigenes Sein anzunehmen und uns so zu lieben wie wir sind, zählt für uns alle zu den größten Aufgaben unseres Lebens.

Wie aber finden wir zu unserem Herzen, wenn sich uns ein erbarmungsloser innerer Kritiker in den Weg stellt? Wie gelingt uns die Transformation vom inneren Kritiker zum besten Freund? 
Das neue Buch des erfahrenen Meditationslehrers und Therapeuten Mark Coleman kann uns dabei unterstützen, diesen Krieg zu beenden. Dieses Buch ist eine lebendige, wertvolle und einzigartige Mischung aus praktischer Hilfestellung, angereichert mit spannenden persönlichen Geschichten, wissenschaftlichen Grundlagen und spirituelle Einsichten. Es ist wie eine Landkarte, dass uns wie ein Wegweiser durch den Dschungel und das Dickicht unserer eigenen Innenwelt dient und uns zeigt, wo der innere Kritiker wohnt. Aber nicht nur das. Es zeigt uns auch, was ihn stärkt, was ihn schwächt und wie wir liebevoll, bestimmt und wirksam mit ihm arbeiten können, damit er nicht länger so viel Leid verursacht. 
Coleman hat auf einzigartige Weise in diesem Buch das Wissen alter Weisheitstraditionen, zeitgenössischer Errungenschaften der Psychologie und vielen anderen Quellen vereint und auf gut 250 Seiten zusammengefasst. In 5 Teilen vermittelt er aus diesen Strängen einen alltagstauglichen und sehr pragmatischen Ansatz, um inneren Frieden möglich zu machen. 
In Teil 1 wird das Wesen und die Vorherrschaft des inneren Kritikers untersucht und erklärt, wie er uns den Frieden raubt. Mitfühlend, klar und leicht verständlich erklärt Coleman den Ursprung des Kritikers, seine Aufgabe und seine Perspektive.  
Teil 2 wirft einen Blick darauf, was der Kritiker tut – was er sagt, wie er es sagt, und wieso er genau weiß, was er zu tun hat, um unsere Aufmerksamkeit zu bekommen und jedes Gefühl von Zufriedenheit zu sabotieren. 
Teil 3 und 4 zeigen uns, wie wir dem Kritiker mit Achtsamkeit begegnen und wie die Kraft der Liebe uns darin unterstützen kann, wie wir uns mit uns selbst anfreunden können. Und zwar auch mit dem furchtsamen, kritischen Teil unseres Geistes, der unentwegt über uns urteilt. Coleman erklärt, wie wir uns die Kraft der Liebe nutzbar machen können, um uns selbst mit mehr Respekt und Anteilnahme zu behandeln.  
Teil 5 konzentriert sich schließlich auf ein Leben jenseits des Kritikers und damit auf den Frieden, denn wir erlangen können, wenn wir seinen negativen Einfluss hinter uns lassen. 
Coleman gibt uns mit diesem Buch einen hilfreichen Werkzeugkasten an die Hand, mit dem wir uns von den zerstörerischen Urteilen des Kritikers befreien und ihren Einfluss auf unser Leben minimieren können. Dieses Buch kann uns nicht nur darin unterstützen, Frieden mit uns selbst zu schließen, sondern es kann zu einem äußert wertvollen Begleiter in die eigene innere Freiheit werden.
Weitere Infos zum Buch
Mark Coleman: Schließe Frieden mit Dir selbst. Wie wir uns mit Achtsamkeit und Mitgefühl vom inneren Kritiker befreien können. Arbor Verlag 2018, ISBN: 9783867-811996, 19,90 EURO
Zu bestellen unter: arbor verlag


Sonntag, 1. April 2018

Schau deiner Angst ins Gesicht – und lächle sie an!

Hast Du Angst? Möchtest Du sie überwinden oder lernen, besser mit ihr zu leben?! Oder hast Du Yogaschüler, die unter Ängsten leiden? Dann nimm teil an der Fortbildung im Yoga13 in Stuttgart am 15.04.2018. Wie mein Blick auf Ängste ist und warum es möglich ist, sie zu überwinden, erfährst Du schon mal an dieser Stelle.4.2018    17:30 Uhr



Besonders berührend für mich sind immer wieder Leserbriefe aus der spirituellen Szene. Hatte ich doch - in den Augen anderer Betroffener - großen Mut bewiesen, darüber zu berichten, dass man Yoga praktiziert oder meditiert und psychisch erkrankt sein kann. Viele meiner Leser hatten bis dahin nämlich gedacht, dass wer Yoga macht, Chi Gong praktiziert oder meditiert muss früher oder später glücklich, erfolgreich werden. Tritt dies nicht ein, macht man etwas falsch. Dabei hat das eine - wenn es sich um eine krankhafte Angsterkrankung handelt - gar nichts mit dem anderen zu tun. Um dies allerdings unterschieden zu können, braucht es den geschulten Blick eines guten fachkundigen Therapeuten oder Arztes, der sich mit diesen Themen auskennt. 


Weit verbreitetes Phänomen

Durch die Leserbriefe und Statistiken in den Zeitschriften realisierte ich erstmals, wie viele Menschen von Ängsten betroffen sind. Mittlerweile geht man sogar davon aus, dass in den Industrienationen jeder 5 Mensch einmal in seinem Leben unter tiefersitzenden Ängsten zu leiden hat. Manchmal kommt es mir nicht nur so vor, als wäre sie omnipräsent in unserer Gesellschaft: Ängste um den Arbeitsplatz, die Gesundheit, die Rente, die steigenden Mietpreise, die Pflege im Alter, etc. Sorgen unterschiedlichster Couleur reihen sich aneinander und werden nach und nach zu Ängsten, die uns den Schlaf rauben. Im schlimmsten Fall brennen sie den Menschen aus, lähmen ihn oder bringen ihn sogar um. Aber leider merkt man viel zu spät, wann die Angst sich einem in den Weg stellt, das Herz schneller schlagen lässt und den Schweiß auf die Stirn treibt. Spätestens dann, wenn der Körper Alarmsignale sendet, die Psyche streikt und der eigene Alltag kurzatmig, hektisch und ungesund wird, sollte man sich Gedanken über die eigenen Ängste machen und sie untersuchen. Auch ich brauchte lange, bis ich realisierte, das es nicht meine Kreativität oder war, die mich zu vielem antrieb, sondern dass die Angst der Motor zahlreicher Aktionen war. Waren es Ängste, nicht gut genug zu sein, nicht gesehen zu werden, nicht geliebt zu werden etc. die mich immer und immer wieder antrieben, gutes zu leisten.


Auf Tuchfühlung mit der Angst

Aber auch wenn wir noch so ängstlich sind und uns schwer tun, dem, was uns ängstigt, ins Augen zu schauen, so gibt es Weg aus dem Dilemma. Denn jeder kann selbst entscheiden, ob unsere Lebensumstände uns hart machen, sodass wir immer furchtsamer werden, oder ob sie uns weicher, sanfter machen für das, wovor wir uns fürchten. Anstatt vor der Angst wegzulaufen, rate ich den Menschen, Impulsen wie der Angst eine wache und bewusste Aufmerksamkeit entgegenzubringen, anstatt die Augen davor zu verschließen oder wegzulaufen. Die Praxis der Achtsamkeit ist hier sehr hilfreich!


Ansätze wie diese, die eine ganz konkrete Schulung des eigenen Geistes und der Kontrolle der eigenen Gedanken beinhaltet, können uns dahingehend ermutigen, das was uns Angst macht, zu untersuchen, und dem, was uns ängstigt, einen Namen zu geben, statt die Ängste zu verdrängen, in Alkohol zu ertränken oder durch Überaktionismus zu überspielen. Sobald wir etwas, was uns ängstigt, untersuchen und benennen können, verliert es augenblicklich zum Teil oder auch ganz seine Macht über uns. Ein solcher Blick auf die Dinge, die uns ängstigten, im Kleinen sowie im Großen, können viel Licht in unser Leben bringen und der Angst ihren Schrecken nehmen. Dazu braucht es übrigens nicht viel. 


In erster Linie braucht es den Entschluss, die Offenheit und die Neugierde, der Angst zu begegnen und sich nicht mehr von ihr beherrschen zu lassen. Dies ist ein erster wichtiger Schritt. Ein zweiter hilfreicher ist, in Momenten, die uns ängstigen, nicht automatisch innerlich oder äußerlich wegzulaufen, sondern tief durchzuatmen und dadurch ruhig zu werden. Allein ein einziger Moment der Ruhe, Bewusstheit und geistigen Klarheit kann uns nämlich davor beschützen, besorgt und verängstigt wegzulaufen, tief durchzuatmen und genau hinzuschauen. 


Schauen wir den Konflikten, Menschen, Herausforderungen und Krisen mutig ins Gesicht, anstatt wegzulaufen, verlieren all die kleinen und großen Ängste, die so gewaltig an unserem Herzen zerren, die uns den Schlaf rauben, unser Vertrauen in das Leben stehlen und so viel Leid in unserem Leben verursachen, ihre gewaltige Macht über uns.  Das heißt, dass wir all unsere Ängste nur mit Mut auflösen können. Nur durch Achtsamkeit können wir entspannen und inneren Frieden finden. Ängste zu erkennen und zu benennen, ist für jeden, der unter seinen Ängsten leidet und von ihnen bestimmt wird, ein erster Schritt auf dem Weg in ein selbstbestimmtes, angstfreies Leben. Sie zu untersuchen und einzuordnen, ein hilfreicher zweiter. Nur so verlieren wir langsam die Angst vor der Angst. In den Situationen, in denen wir dies nicht tun, bleiben wir weiterhin ihre Geisel und fühlen uns weiterhin gelähmt und als Opfer. Nur dann, wenn wir der Angst nach und nach ins Gesicht schauen, wird sie sich wenn auch sehr, sehr langsam aber sicher durch tiefes Verständnis verwandeln. 


Der Angst in die Augen schauen

Natürlich stellt sich immer wieder schnell die Erinnerung an etwas, was uns ängstigt, oder etwas, was wir in der Zukunft befürchten, zwischen uns und unseren klaren Verstand. Es erfordert hohe Aufmerksamkeit, den eigenen Blick dafür zu schulen, dass es sich hierbei lediglich um Gedanken handelt, die nichts mit dem gegenwärtigen Moment zu tun haben. Lassen wir uns jedoch nicht von diesen angstvollen Gedanken in die Vergangenheit oder Zukunft ziehen, sondern begegnen wir uns selbst und unseren Ängsten stattdessen mit einem neugierigen Blick, dann zeigt uns diese Neugierde und Offenheit uns selbst gegenüber einen Weg zurück in eine Freiheit, die wir uns in kleinen Schritten zurückerobern können. Diese kleinen zarten Schritte können darin bestehen, neugierig zu sein und auszuprobieren, was uns  gut tut, statt erstarrt vor Angst in Untätigkeit zu verharren. Gut tun können ganz banale Dinge wie Gartenarbeit, weil sie erdet. Atemübungen, wie sie das Nervensystem beruhigen und in den gegenwärtigen Moment führen. Spaziergänge in der Natur, weil sie entspannen. Aber manchmal reicht der Buddhismus oder andere spirituellen Praktiken nicht mehr aus und dann braucht es eine fundierte klassische Psychotherapie, die uns darin unterstützt, die eigenen Ängste zu überwinden oder lernen, mit ihnen besser zu leben. 


Gesunde Angst – ein überlebenswichtiges Gefühl

Was aber genau ist die Angst? Sie zählt zu den angeborenen menschlichen Gefühlen und zu den grundlegenden Gefühlen der Menschen, ähnlich wie Freude, Trauer, Wut und Liebe. Sie spielt für das menschliche Überleben ganz zentrale Rolle. Aus der Evolutionsbiologie ist bekannt, dass sie da ist, um uns zu beschützen. Die Amygdala, jener mandelförmige Bereich im Mittelhirn, ist für die Angst zuständig. Sie ist geradezu übereifrig und schießwütig. Das muss sie auch sein. Werden wir bedroht oder befinden wir uns in einer lebensgefährlichen Situation, müssen wir so schnell wie möglich reagieren und das können wir nur mit ihrer Hilfe. Wird die Amygdala durch ein Gefahrensignal aktiviert, verbindet sie sich sofort mit dem Hirnstamm und löst eine körperliche Reaktion aus, die den rationalen Teil des Gehirns umgeht. Diese unmittelbare erste Reaktion passiert in einem Bruchteil von Sekunden. Das heißt, noch bevor wir uns versehen und überhaupt realisieren, ob das vor uns zum Beispiel wirklich eine giftige Schlange oder eine gefährliche Person ist, befinden wir uns bereits in einer Flucht- oder Kampfreaktion. Würden wir erst lange überlegen, ob etwas tatsächlich gefährlich ist oder nicht, wären wir schon tot, noch bevor wir zu einer Erkenntnis gekommen sind. Oft aber ist die vermeintliche Schlange nur eine diffuse Erinnerung aus unserer Vergangenheit, die von irgendetwas aus der Gegenwart getriggert wurde. Ebenso kann es passieren, dass uns eine bestimmte Geste an unseren cholerischen Vater erinnert, der damals quasi unser Leben bedroht hat. Wenn dann jemand die Hand hebt, um uns zum Beispiel einen schönen Baum oder etwas in der Luft zu zeigen, kann sich das schon wie eine Bedrohung anfühlen. Der Bauch zieht sich zusammen, der Nacken verkrampft sich, und wir reagieren auf etwas, was eigentlich harmlos ist. Je nach Situation, ob realistisch oder nicht, alarmiert die Angst die ganze Aufmerksamkeit eines Menschen blitzschnell. Der Körper reagiert sofort: Die Verdauung wird heruntergefahren, Gehör- und Sehsinn werden geschärft, die Muskeln spannen sich an. Herzfrequenz, Atmung und Blutdruck nehmen zu, und wir beginnen, zu schwitzen und zu zittern. Die körperlichen Reaktionen auf Angst sind in ihrer Ausprägung jedoch von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Ist die Bedrohung vorbei, schwinden auch die Symptome. Das Problem ist allerdings, dass in der heutigen Welt die wenigsten von uns regelmäßig in lebensbedrohliche Situationen kommen, unsere Gehirne aber dennoch so reagieren, als ob dies der Fall wäre. Dann bleibt der Sympathikus, das heißt, der Teil unseres vegetativen Nervensystems, der den Körper in einen Zustand höchster Aufmerksamkeit bringt, aktiv und kommt, wenn sich solche vermeintlich gefährlichen Situationen wiederholen, nicht zur Ruhe. Die Angst bleibt im Körper. Der Stress steigt. Bauen wir den angesammelten Stress nicht irgendwann ab, kann er sich körperlich oder psychisch als Erkrankung gegen uns richten.

Die Angst als Triebfeder


Aber Ängste sind nicht nur schlecht. Manche Ängste können sogar das Salz in der Suppe des Lebens sein. Sie stärkten unseren Mut, inspirieren uns und spornen uns bisweilen zu Höchstleistungen an. Der dänische  Philosoph Soren Kierkegaard schreibt, dass die Angst unendliche Möglichkeiten des Könnens enthält und dadurch den Motor menschlicher Entwicklung bilden kann. Selbst ein Genie wie Picasso war von Angst getrieben: „Jeder Versuch, Picasso zu verstehen, bleibt hoffnungslos, wenn wir nicht davon ausgehen, dass er niemals einen Menschen so nah an sich heranließ, dass dieser hätte erahnen können, welch immense Angst in ihm lauerte“, so Norman Mailer. „Eine seiner beachtlichsten Leistungen während der mehr als 90 Jahre seines Lebens bestand darin, diese große innere Angst so weit zu beherrschen, dass sie ihn zum Arbeiten anregte – und wie er arbeitete! Arbeit war sein Zaubertrank gegen die Angst.“  Der italienische Komponist Antonio Vivaldi wurde von Panikattacken geplagt, die amerikanische Sängerin Barbara Streisand litt unter einer solch schweren sozialen Phobie, dass sie 20 Jahre lang nicht mehr öffentlich auftrat, nachdem sie einmal bei einem Konzert im Central Park in New York ein paar Worte eines Songs vergessen hatte. Der deutsche Komiker Heinz Erhardt, trug bei seinen Auftritten immer eine Brille mit Fensterglas, durch die er nur verschwommen sehen konnte.


Die Angst bändigen

Was auch immer unsere Ängste in uns bewirken, ob sie uns lähmen oder inspirieren, sobald wir die Wurzeln dieser Ängste erkennen und verstehen, können wir lernen, besser mit ihnen umzugehen, oder sie – nach den Worten des Dalai Lama– sogar zähmen: „Mit Geduld zähmt man sogar wilde Tiere. Weshalb sollten wir also unseren Verstand (und damit unsere Angst) nicht zähmen können.“ Wer diesem Rat des Dalai Lamas folgt, der wird mit viel Geduld, Achtsamkeit und Mut lernen, sich nicht mehr schuldig dafür zu fühlen, Ängste zu haben, obwohl man bereits seit vielen Jahren einen spirituellen Weg geht. Sondern man wird dann viel eher erkennen, dass Ängste sogar zu einem der größten spirituellen Lehrer werden können.
Weitere Infos zum Workshop findest Du hier: www.yoga13.de/workshops

Donnerstag, 8. März 2018

Ein Buddha, der Dir in schwierigen Zeiten hilft


Fühlst Du dich manchmal überfordert von den Herausforderungen des Lebens? Hast Du ab und zu das Gefühl, dass Dir alles über den Kopf wächst? Dann sind die folgenden Übungen genau richtig für Dich! Sie geben Dir einen Buddha an die Hand, der Dich darin unterstützt, gelassener mit dem umzugehen, was es zu tun gibt.

Solltest Du also in eine Situation kommen oder Dich in einer längeren Krise befinden, in der Du das Gefühl der Überforderung hast, dann kannst du den Buddha anrufen, damit er Dir hilft.
Auch wenn es Dir im ersten Moment vielleicht unwahrscheinlich vorkommt, so probiere es trotzdem aus! Der Buddha ist da. Er wohnt in Dir und wartet nur darauf, dass Du dir von ihm helfen lässt.

Solltest Du mit dem Bild des Buddha nicht viel anfangen können, dass überlege Dir, welche Person Dich persönlich inspiriert. Ist es eher Krishna? Oder Mutter Theresa? Gandhi oder vielleicht doch eher Amma? Schau, welcher Mensch spontan vor deinem inneren Auge auftaucht. Es kann auch eine Person aus deinem realen Leben sein: eine Großmutter, die Dich durch ihren Mut beeindruckt hat. Dein Vater, der ein besonders großes Herz hat oder eine Person. Wer immer auftaucht, um Dich zu unterstützen ist genau der oder die Richtige.

Übung: Der helfende Buddha

Komm in eine aufrechte Sitzhaltung. Mache es Dir bequem. Achte darauf, dass Du dich entspannst. Es gibt nichts zu leisten und Du musst auch nichts besonders gut machen. Sei einfach nur offen für das, was entstehen möchte.

Lass Dich nun in dieser Sitzhaltung nieder. Nimm wahr, wie Dein Körper sich mehr und mehr durch eine bewusste, lange und sanfte Ausatmung entspannt.

Wenn Du nicht gleich zur Ruhe kommst, dann lass den Ausatem etwas länger werden und mache eine kurze Pause nach der Ausatmung.

Sobald Du innerlich etwas ruhiger geworden bist, rufe Den Buddha und bitte ihn, Dir zu helfen.

Stell Dir vor, dass der Buddha nun auftaucht, um Dir zu helfen. Stell Dir vor, dass er sich in Dir immer mehr ausbreitet und nach und nach zu Dir wird.

Und nun lass den Buddha atmen. Lass den Buddha sitzen.

Sage Dir innerlich: Ich muß nicht atmen. Ich muß nicht sitzen.

Mach Dir bewusst, dass der Buddha atmet. Der Buddha sitzt.

Sage Dir: Ich genieße das Atmen. Ich genieße das Sitzen.

Mach Dir bewusst, Buddha ist Atmen. Der Buddha ist sitzen.

Sage Dir: Ich bin Atmen. Ich bin sitzen.

Es gibt nur Atmen. Es gibt nur Sitzen.

Niemand atmet. Niemand sitzt.

Innerer Frieden während des Atmens. Frieden während des Sitzens.

Innerer Frieden ist Atmen. Innerer Frieden ist Sitzen.

Verweile in dieser Haltung so lange es Dir gut tut. Genieße diesen inneren Frieden. Genieße die Ruhe

Sage Dir dann: Stille ist Atmen. Stille ist Sitzen.

Innerer Frieden ist Atmen. Innerer Frieden ist Sitzen.

Wiederhole die Sätze innerlich noch einige Mal und genieße den Inneren Frieden. Die Stille. Das Atmen.

Lass Dich von Buddha unterstützen. Du bist nicht alleine.

Komme abschließend mit deiner Aufmerksamkeit dann wieder zurück in den Raum, in dem Du dich befindest.

Und wende Dich dann wieder den Tätigkeiten zu, die zu tun sind.

Mache Dir dabei bewusst, dass Du den Buddha jederzeit wieder anrufen kannst. Auch während der Ausübung einer Tätigkeit. Auch während des Gehens. Auch währen des Wartens auf den Bus. Der Buddha ist jederzeit für Dich da. Der Buddha ist in Dir. Du bist der Buddha!

Inspiriert zu dieser Übung hat mich das Hörbuch von Thich Nhat Hanh: Versöhnung mit dem inneren Kind. Von der heilenden Kraft der Achtsamkeit. Argon balance.

Als Buch: Versöhnung mit dem inneren Kind: O.W.Barth Verlag 2011


Mittwoch, 28. Februar 2018

Der aktuelle Buchtipp: "Die Gedanken sind nicht der Feind" von Jason Siff

Heute gibt es mal wieder eine Buchempfehlung. Sie stammt aus der Feder eines ehemaligen Mönches buddhistischen Mönches und Psychotherapeuten. Diese Autoren sind mir irgendwie die Liebsten, weil sie den menschlichen Geist mit allem was dazu gehört auf so tiefgründige Weise erforschen. 

Siff lebte in den achtziger Jahren als buddhistischer Mönch in Sri Lanka, ging dann zurück nach Amerika, studierte Psychologie und blickt heute mit seiner eigenen 25-jährigen Meditationspraxis auf eine Jahrzehnte lange Auseinandersetzung und Erforschung des Geistes zurück. Dabei hat er realisiert, dass es besonders die Gedanken sind, die während der Meditation Schwierigkeiten bereiten können. 

Im Gegensatz zu anderen Lehrern, die ihren Schülern empfehlen ihre Gedanken auf eine Wolke zu setzen oder sie zu benennen, schlägt Siff vor, sie weder zu unterdrücken noch zu stoppen. Stattdessen schlägt er vor, mit allem zu sein, was ist: mit den Gedanken, mit allen Emotionen und Gedanken dahinter, um sich dann mit den Gedanken in all ihrem Durcheinander und Chaos auszusetzen und es Siff gleichzutun, nämlich die Gedanken als nichtlinear anzuerkennen, ohne sich selbst dafür zu verurteilen, dass Gedanken auftauchen.

Auf eindrucksvolle Weise gelingt es Siff, mich so neugierig zu machen, dass ich mich den eigenen Gedanken in der Meditation noch einmal auf eine ganz neue Weise öffne: wach, offen und neugierig. Und wenn ich das tue, erkenne, dass die Gedanken tatsächlich kein Feind sind. Und erstaunlicherweise wird es mit dieser Haltung dann auch schon wieder um einiges ruhiger im Kopf. Denn erst wenn alles da sein darf, kann sich das, was da ist, auch verändern.

Besonders gefallen hat mir Jason Siffs eigene Beschreibung seines Meditationsstiles als „unstrukturiert“ – und das im besten Sinne: Dem Meditierenden bleibt alle Freiheit, sich mit den eigenen Gedanken zu beschäftigen, es gibt keine Vorgaben, außer ihnen freien Lauf zu lassen und in aller Ehrlichkeit und Offenheit nachzuspüren. Ein Ansatz, der mich an Krishnamurtis freiheitliches Denken und Da-Sein erinnert hat und eine große Weite im Inneren auslöst.

Erstaunlich ist es, wie jemand über so ein wichtiges Thema wie dem Erleben in der Meditation so klar und nachvollziehbar berichten kann. Wie gesagt, nach anfänglicher Skepsis hat das Buch mich völlig in seinen Bann gezogen und mir ganz neue Aspekte eröffnet.

Deswegen kann ich es uneingeschränkt empfehlen und warte nun auf das nächste Retreat mit Jason Siff, die der Arbor Verlag in Deutschland organisiert.

Weitere Informationen unter: arbor-seminare.de

Jason Siff: Die Gedanken sind nicht der Feind. 256 Seiten, Arbor Verlag, 19,90 EURO
ISBN-13: 978-3867811798
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Mittwoch, 21. Februar 2018

Begeisterung einatmen. Entspannung ausatmen. Meditationen im Klosterhof











Überall auf der Welt gibt es sie, diese ganz besonderen Orte. Orte, an denen man sich vom ersten Moment an irgendwie zu Hause fühlt. Einer davon ist der Klosterhof in Bayerisch Gmain. Hier lässt man die Seele gerne baumeln. Egal zu welcher Jahreszeit.

Kennen- und lieben lernen durfte ich das Hotel Klosterhof im Berchtesgadener Land Ende letzten Jahres. Ja, mit manchen Orten ist es so wie mit der Liebe: Man tritt ein in ein Haus und fühlt sich von Anfang an wohl. Irgendwie zu Hause. Und das ist kann man nicht erzwingen und auch nicht machen.  Der Klosterhof ist für mich ein solcher Ort.

Das Familienhotel, wunderschön und sehr ruhig mit Blick auf die Berge gelegen, hat mich sofort in den Entspannungsmodus versetzt. Liebevoll geleitet wird das Hotel vom Ehepaar Färber, das sich mit Hingabe um das körperliche, geistige und sinnliche Wohl der Gäste kümmert. Kultur, Entspannung, Kulinarik werden hier großgeschrieben. Im Haus selbst und in der Natur, die einen direkt vor der Eingangstüre mit offenen Armen umschließt, spürt man worum es eigentlich geht im Leben: Dasein. Genießen. Im Moment verweilen. Und wem das wunderschöne Spa, das köstliche Essen und die vielen kulturellen Angebote im Haus selbst nicht reichen, der ist in nur 20 Minuten in Salzburg und kann dort u.a. die Festspiele genießen, deren Besuch vom Hotel aus organisiert werden.

Begeistert hat mich auch die Größe des Hotels. Es ist weder zu groß noch zu klein, sodass ich mich gut und schnell orientieren konnte Alles ist überschaubar. Nichts wirkt überzogen. Das macht das Haus in einer Zeit, in der eigentlich nur noch Superlativen geboten werden sehr sympathisch.

Die Begeisterung führte schnell zu mehr: Seit Februar gebe ich im Klosterhof – seinem Namen alle Ehre machend – nun regelmäßige Meditations- und Achtsamkeitsseminare.  Die erste Morgenmeditation im Januar war bereits ein voller Erfolg. Die Gruppe der Interessierten bestand hauptsächlich aus Paaren, die gemeinsam nach mehr Achtsamkeit und meditativen Momenten im Alltag suchen.

Die Paare waren sehr offen und aufgeschlossen der Meditation gegenüber und haben sich sehr interessiert und neugierig darauf eingelassen, sich auf für sie vollkommen ungewohntes Terrain – nämlich das eigene Innere hinter verschlossenen Augen – einzulassen.

Anhand einfacher Übungen habe ich ihnen die Basis einer Meditation nähergebracht, sodass sie die Übungen zuhause wiederholen können. Sie selbst können es gleich auch einmal ausprobieren!

Kurze Atemmeditation: Lang oder kurz?
Nehmen Sie sich jetzt gleich 3 – 5 Minuten Zeit für diese kurze Übung. Kommen Sie in eine aufrechte Sitzhaltung. Schließen Sie die Augen und beobachten Sie wertfrei, ob der Atem flach oder tief ist oder eher lang oder kurz. Versuchen Sie, mit Ihrer ganzen Aufmerksamkeit bei der Wahrnehmung des Atems zu bleiben.

In der Atembeobachtung ruhen
Kommen Sie in eine aufrechte und bequeme Sitzhaltung und bleiben Sie nach Möglichkeit für die nächsten 5 Minuten in dieser Haltung so sitzen. Entspannen Sie sich. Richten Sie Ihre ganze Aufmerksamkeit auf Ihre Atmung, ohne diese zu verändern. Beim Einatmen ruht Ihre ganze Aufmerksamkeit auf der Einatmung. Beim Ausatmen sind Sie mit Ihrer ganzen Präsenz bei der Ausatmung. Sobald Sie merken, dass Sie in Gedanken abschweifen, kommen Sie wieder zurück und konzentrieren sich auf Ihre Atmung. Schließen Sie diese Übung mit einem tiefen, bewussten Atemzug ab.

Gemeinsam eintauchen in die Stille
Diese Übungen sind sehr einfach – und wirklich sehr effektiv! Das bestätigen mir auch andere Kursteilnehmer immer wieder. Und erfahrungsgemäß wirken sie schon bald in der Tiefe und lassen uns den Alltag entspannter und gelassener bewältigen.

Allerdings gibt es einen kleinen Wermutstropfen: Die Übungen sind einfach, aber sie regelmäßig zu machen ist nicht leicht – besonders dann nicht, wenn wir alleine zu Hause sind und wieder zahlreiche Ablenkungen darauf warten, unsere Aufmerksamkeit zu absorbieren. Deshalb wird es besonders Anfängern empfohlen, sie in einer Gruppe unter der Anleitung eines erfahrenen Meditationslehrers zu üben. Aber auch für Fortgeschrittene ist es immer wieder eine schöne Erfahrung, gemeinsam in die Stille einzutauchen und dann getragen von einem so kraftvollem Ort wie dem Klosterhof zur Ruhe zu kommen – und Begeisterung einzuatmen und Entspannung auszuatmen.

Weitere Informationen zu Achtsamkeitstagen und Meditationsretreats im Klosterhof:

10. – 13. 05. 2018: Achtsamkeitstage mit Doris Iding
20. – 23. 09. 2018: Meditationsretreat mit Doris Iding
15. – 18. 11. 2018: Meditationsretreat mit Doris Iding

Weitere Informationen zum Hotel: klosterhof.de










  

Freitag, 16. Februar 2018

Mitgefühl – mit uns selbst und anderen Wie wir lernen, liebevoller mit uns umzugehen
























Als ich vor einigen Wochen in Kassel auf einen Zug wartete, ertönte eine Durchsage am Bahnsteig: „Der ICE nach München hat Verspätung wegen Personenschaden.“ Ein Geschäftsmann neben mir zückte unmittelbar sein Handy, wählte eine Nummer und fluchte laut: „Guten Morgen, Frau Maier. Da hat sich anscheinend wieder ein Idiot vor den Zug geworfen. Ich melde mich, sobald ich hier weg komme.“ Ich schaute mich auf dem vollen Bahnsteig um und konnte auch in Gesichtern verschiedener anderer Reisender offensichtlichen Unmut sehen. Eine Dame neben mir war sehr verärgert, schaute mich an und schüttelte missbilligend ihren Kopf. „Jetzt bekomme ich meinen Anschlußzug nicht mehr und muss 2 Stunden warten.“. Es war kalt und regnerisch. Auch ich reagierte verärgert. Hatte ich mich doch schon so sehr auf eine Tasse heißen Tee im Zugrestaurant gefreut.

Donnerstag, 15. Februar 2018

Licht-Mantras als Anhänger! Elegant. Einzigartig. Energetisieren.


Heute möchte ich gerne auf besonderen Schmuck von Eternal Bliss hinweisen:
Das Licht-Mantra
Das Gayatri mantra wendet sich an die Sonne als Beleber und Inspirierer aller Wesen und an die höchste Intelligenz, die Quelle allen Lichts, mit der Bitte, den Geist des Individuums zu beleben, zu reinigen und zu erleuchten.
Feingravierte Sanskritzeichen in edlem Sterling Silber
Der GAYATRI MANTRA Anhänger von ETERNAL BLISS vereint die puristische Schönheit des Ringes mit den fließenden Formen der authentischen Sanskritzeichen. Die starke energetische Wirkung erzielen wir durch ausbalancierte Proportionen und einer künstlerischen Darstellung der traditionellen Schrift.
Wirkung: Das GAYATRI MANTRA stärkt die Qualitäten, die der Sonne traditionell zugeschrieben werden, nämlich Urteilsvermögen, Reinigung und Erleuchtung des Geistes, strahlende Göttlichkeit.
Ausführung: Der ETERNAL BLISS Anhänger ist aus Sterling Silber mit und ohne 18 Karat Vergoldung erhältlich. Den GAYATRI MANTRA Anhänger gibt es separat auch ohne Öse (traditionell) zu kaufen.
Größe: Durchmesser 30mm. Gesamthöhe mit Öse ist 40mm.
Kombination: Auf der Abbildung siehst Du das goldene GAYATRI MANTRA an einem KORDELBAND in mohnrot/ gold. Der silberne Anhänger an einem KORDELBAND in bordeaux/ silber. Beides hier im ETERNAL BLISS Onlineshop erhältlich.
Lieferung erfolgt in einer schönen ETERNAL BLISS Schmuckbox.
*Die Wirkung ist individuell und wissenschaftlich nicht nachgewiesen.

Das Krishna Mantra
Das Mantra ist eine Anrufung zweier Erscheinungsformen des Gottes Vishnu: Krishna und Rama. In der Vaishnava Tradition wird gesagt: Das Maha Mantra ist das großartigste Mantra, da es zu Freude und Liebe verhilft und die Gemeinschaft fördert.
Erhabene Sanskritzeichen in edlem Sterling Silber
Der MAHA MANTRA Anhänger von ETERNAL BLISS vereint die puristische Schönheit des Ringes mit den fließenden Formen der authentischen Sanskritzeichen. Vorder- und Rückseite sind jeweils mit der Anfangs- bzw. Endsequenz belegt.
Wirkung*
Das MAHA MANTRA öffnet das Herz, führt zur Erfahrung von Liebe und Freude.
Ausführung: Der ETERNAL BLISS Anhänger ist aus Sterling Silber mit und ohne 18 Karat Vergoldung erhältlich. Den MAHA MANTRA Anhänger gibt es separat auch ohne Öse (traditionell) zu kaufen.
Größe: Durchmesser 30mm. Gesamthöhe mit Öse 40mm.
Kombination: Auf der Abbildung siehst Du das goldene MAHA MANTRA an einer ANKERKETTE MIT GLANZ in 1,5mm Durchmesser. Der silberne Anhänger an einer ANKERKETTE MIT GLANZ in 1,5mm Durchmesser. Beides hier im ETERNAL BLISS Onlineshop erhältlich.
Lieferung erfolgt in einer schönen ETERNAL BLISS Schmuckbox.
Mehr Informationen findest Du unter: www.eternalbliss.de




Freitag, 9. Februar 2018

Eckhart Tolle Sei gegenwärtig! Sei im Jetzt!

Eckhart Tolle zählt zu den bedeutendsten zeitgenössischen spirituellen Lehrern der Gegenwart. Vielleicht liegt es daran, dass seine Botschaft, inneren Frieden zu finden und erfüllte Beziehungen zu führen, weder an eine religiöse Zugehörigkeit noch an bestimmte Techniken gebunden ist. Seine Botschaft lautet einfach: Die Liebe ist immer Jetzt! Je mehr wir also lernen, im Jetzt zu verweilen, desto eher werden unsere Beziehungen zu einem Ort der Liebe, der Wahrhaftigkeit und der Entfaltung!

Freitag, 2. Februar 2018

Halt Inne! Höre auf, im Kreis zu laufen!

Ach du, die du im Kreise läufst,
bitte höre auf damit.
Warum tust du das?

„Ich kann nicht sein,
ohne zu laufen,
weil ich nicht weiß,
wohin ich gehen soll.
Deshalb laufe ich im Kreis.“

Ach du, der du im Kreise läufst,
bitte höre auf.

„Aber wenn ich damit aufhöre,
höre ich auf zu sein.“

Ach meine Freundin, mein Freund,
die ihr im Kreise lauft,
ihr seid doch nicht eins mit dem
verrückten Im-Kreis-laufen.
Ihr könnt auch am Laufen Freude haben,
ohne im Kreis zu gehen.

„Wohin kann ich gehen?“

Geh dorthin, wo du dein Liebstes findest –
Dorthin, wo du dich selbst findest.

(aus: Thich Nhat Hanh: Im Hier und Jetzt zu Hause sein. Theseus Verlag)

Sonntag, 28. Januar 2018

Willkommen im Yoga-Selfie-Rausch

Vor einigen Monaten wollte ich eine Auszeit nehmen, die ich mit Yoga verbinde wollte. Hier das passende Angebot zu finden, war gar nicht so leicht. Täglich werde ich auf facebook überflutet mit Angeboten zum Thema Yogaferien. Yoga am Meer, im Meer oder auf dem Surfbrett. Yoga am Berg, auf dem Berg. Yoga einfach oder Yoga exklusiv. Bier-Yoga, Tantra-Yoga, 50+Yoga oder Yoga für Veganer, Spießer oder Sportler. Yoga für faule Säcke oder Yoga für Kriegerinnen.

Eine Freundin nahm mir zum Glück die Entscheidung ab und fragte, ob ich nicht Lust hätte, mit ihr und ihrer Yogagruppe nach Mallorca zu reisen. Zusammen mit 8 anderen Frauen machte ich mich also auf den Weg! Die Vorfreude war groß und ich sah uns im Geiste schon versunken in tiefe Meditation. Der Erleuchtung nahe.


Mittwoch, 24. Januar 2018

Urvertrauen stärken durch sanfte Klänge

Ich liege in Seitenlage auf einem weichen Futon in einem Behandlungszimmers des Peter Hess Zentrums. Mein ganzer Körper ist bedeckt mit einem hauchdünnen Tuch. Um mich herum stehen Klangschalen in verschiedenen Größen: Vor meinem Kopf, hinter meinem Rücken, vor meinem Brustraum und zu meine Füßen. Zu meiner Linken, auf meiner Herzseite, sitzt die Klangtherapeutin und Yogalehrerin Emily Hess. In den nächsten 30 Minuten schlägt sie ganz behutsam und sanft immer wieder die verschiedenen Schalen an. Mal ist der Klang hell, mal tönt er etwas dunkler, aber immer gleich sanft. Niemals erreicht er mich unangenehm oder aufdringlich. Die einzelnen Klänge laden mich ein, mich einzulassen, mich von ihm führen zu lassen und mich ihm hinzugeben.

Mittwoch, 17. Januar 2018

So hälst Du deine Vorsätze für das kommende Jahr entspannt und gelassen durch

Jetzt ist das da, das Neue Jahr. Ja, der erste Monat ist auch schon fast wieder rum....

Momentan beginnen viele neue Kurse. So auch bei mir. Letzte Woche startete der erste Achtsamkeitskurs und nächste Woche geht der erste MBSR-Kurs los.

Solltest Du ebenfalls gerade mit einem Kurs anfangen, oder Du dir für das Neue Jahr vorgenommen hast, regelmäßig zu üben, möchte ich dir ein paar Tipps mit auf den Weg geben!

Dienstag, 16. Januar 2018

Wenn Du keine Zeit hast, nimm Dir welche!

Wie aus gestressten Managern zufriedene Menschen werden können – Paul Kothes im Gespräch

Wir befinden uns in einer besonderen Zeit: Die Ansprüche an die Menschen im Berufsalltag werden einerseits immer höher und unerfüllbarer und gleichzeitig erkennen andererseits viele auch die Sinnlosigkeit dieses geschäftlichen und wirtschaftlichen Systems. Die Folge ist, dass immer mehr Menschen in Techniken wie Yoga und Meditation oder Zen versuchen, Antworten auf die Sinnfragen im Leben zu finden. Besonders auch Führungskräfte werden immer wieder hin- und hergerissen, eine Balance zu finden zwischen dem Druck der beruflichen Aktivitäten und den eigenen Bedürfnissen nach Ruhe und Persönlichkeitsentfaltung. Paul Kothesm Begründer von PLEON Kothes Klewes, einer der marktführenden Beratungsgesellschaften für Öffentlichkeitsarbeiten, spannt den Bogen zwischen aufreibender Arbeit und spiritueller Entwicklung mit einer ganz einfachen Formel: Nimm Dir Zeit!