Dienstag, 25. Juni 2019

Heute bin ich ganz bei mir!








Was gibt es Verheißungsvolleres, als bei sich selbst anzukommen? Ganz bei sich selbst zu sein ist viel besser, als nur fremden Vorgaben gemäß zu leben. Es ist auch der Beginn einer lebenslangen Liebe. Der Selbstliebe, die allerdings nicht zu verwechseln ist mit Egoismus. Schenke Dir jeden Tag ein paar Minuten Zeit, um diesen Traum endlich wahr werden zu lassen.

Mach den Wunsch, ganz bei Dir selbst anzukommen zu Deiner Realität. Verleihe Deinem Leben Deine ganz persönliche Handschrift. Es braucht nicht viel: Ein paar einfache Übungen helfen Dir dabei. Sie unterstützen Dich darin, weg von der gesellschaftlich aufoktroyierten Selbstoptimierung hin zur Selbstakzeptanz zu kommen. Sie zeigen Dir den Weg zu mehr Gelassenheit und innerem Frieden, anstatt immer nur im Hamsterrad weiter durchs Leben zu hetzen. Denn nur wer bei sich selbst ankommt, kann ein selbst gelebtes Leben führen.


Es geht ganz leicht!

Es braucht viel weniger, als Du glaubst. Es geht vielmehr um ein SEIN, als ums ständige TUN. Es geht darum, ein paar Minuten am Tag still zu werden: Innehalten. Ein paar bewusste Atemzüge. Dich selbst wahrnehmen. Dadurch wirst Du Dir Deiner selbst schneller bewusst und lernst, Dich selbst wieder mehr zu spüren und die eigenen Bedürfnisse zu erkennen: Authentisch sein. Entspannt sein. Frei sein. Einfach sein. Einfach. Sein.

Einen gewissen Einsatz braucht es allerdings schon. Das ist der kleine Wermutstropfen und vielleicht das größte Hindernis: Täglich ein paar Minuten sind nötig, um ein gewisses Maß an Achtsamkeit und Selbstfürsorge zu kultivieren. Und das kann keiner für Dich erledigen. Dich täglich Dir selbst zuzuwenden ist die Voraussetzung dafür, um Dich selbst und Deinem Körper näher zu kommen, Deine eigenen Bedürfnisse zu erkennen und diese nach und nach in Dein Leben zu integrieren.

Wie wäre es, wenn Du Dir heute versprichst, dass Du Dir selbst konsequent 30 Tage lang jeden Tag ein paar Minuten schenkst?!

Wenn Du dies tust, kannst Du gleich loslegen:


Schritt Nr. 1 Runter vom Gas!

Sag Dir ein klares „Ja!“ zu Dir. Kümmere Dich täglich ein paar Minuten um Dich, anstatt Dein Leben für andere Menschen aufzuopfern oder Dein Leben in einer Art und Weise zu führen, wie andere es von Dir verlangen.

Ganz bei Dir selbst zu sein bedeutet, den Mut zu haben, Dich selbst jeden Tag aufs Neue wertfrei, offen und neugierig zu betrachten. Denn nur so wirst Du Deine Licht- und Schattenseiten besser kennen und lieben lernen. Es bedeutet auch, Dich jeden Tag ein paar Minuten den Raum zu geben, den Du brauchst, um die Erkenntnisse in DEIN Leben zu bringen und frei zu werden und zu sein, wo immer Du bist.

Geh deshalb in einem ersten Schritt runter vom Gas und lass endlich den inneren Druck los, ein perfekter Mensch zu werden und immer alles richtig machen zu wollen. Und dann begegnest Du Dir in einem zweiten Schritt mit mehr Achtsamkeit, Wohlwollen und Selbstachtung. Akzeptiere, dass auch Du Ecken, Kanten, Röllchen oder Falten haben darfst und das es Dinge gibt, die Dir leicht von der Hand gehen und andere Sachen Dir schwerer fallen.


Schritt Nr. 2  Entwickle Achtsamkeit

Achtsamkeit ist derzeit in aller Munde. Und das ist gut so. Die Achtsamkeit stellt die Basis da, wenn wir ganz bei uns selbst sein wollen. Achtsam zu sein bedeutet, dass wir versuchen, möglichst wertfrei von Moment zu Moment in der Gegenwart sind. Das sind aber die meisten von uns nicht mehr. Die schlechte Nachricht: Wir haben uns verloren in den Wirren der virtuellen Welten. Die gute Nachricht: Aber das lässt sich ändern. Wenn Du Dir selbst offen von Moment zu Moment neu begegnest, wirst Du alte negative Verhaltensmuster und Denkmuster über Dich selbst kennenlernen, diese verabschieden können und neue wertschätzende und aufbauende Gewohnheiten in Dein Leben integrieren können.


Schritt Nr. 3 Motivieren dich! Denn ohne die Motivation geht gar nichts

Es wird immer Tage geben, an denen Du keine Lust hast, achtsam zu sein, oder Du in alte Gewohnheiten zurückfällst oder Du das Gefühl haben, ganz weit weg von Dir zu sein. Das ist ganz normal. Wichtig ist, Dich immer wieder neu zu motivieren und dass Du Dir dein Ziel – ganz bei Dir zu sein – immer wieder vor Augen hälst und Du einfach dranbleibst.

Lass Dich auch nicht demotivieren, falls Du mal einen Tag keine Lust hast, Übungen zu machen, die dich darin unterstützen, ganz bei Dir selbst zu sein. Hör nicht auf den inneren Schweinehund. Mach Dir bewusst, dass Dein Gehirn sehr an Gewohnheiten hängt. Selbst dann, wenn diese schädlich sind oder Dich davon abhalten, bei Dir selbst anzukommen. Das hat damit zu tun, dass unser Gehirn 20 % des gesamten Energieverbrauch für sich beansprucht. Und um nicht noch mehr Energie zu verschwenden, ist es immer bemüht, so viel Energie wie möglich zu sparen. Und da Veränderungen sehr viel Energie benötigen, verfallen wir hirnphysiologisch und aus reiner Bequemlichkeit gerne in alte Gewohnheiten zurück. Darüber hinaus braucht es mindestens 60 Wiederholungen, bis diese wirklich im Gehirn verankert sind.


Schritt Nr. 4 Belohn dich

Mach Dir jedes Mal ein Geschenk, wenn Du achtsam warst, die Übungen gemacht hast oder Du irgendetwas getan hast, was dazu geführt hat, ganz bei Dir zu sein. Belohne Dich mit etwas, was Dir Freude macht, Dich entspannt oder Dir guttut. Stell Dir sich besonders an solchen Tagen eine schöne Belohnung in Aussicht, an denen Du das Gefühl hast, keine Zeit für Übungen zu haben, Dich um Deinen Körper zu kümmern oder Deinem Herzen zu folgen.

Achtung: Nimm bitte die kleinen Erfolge wahr

Es geht um Selbstakzeptanz und nicht um Selbstoptimierung. Es geht darum, dass Du bei Dir selbst ankommst und nicht darum, es für irgendjemand anderen zu machen oder es besonders gut zu machen. Damit gemeint ist, dass Du aufhörst auf das zu schauen, was Dir nicht gelingt, sondern Dich so annehmen, wie Du bist und auch die kleinen Erfolge anerkennst, die Du machst, wenn Du versuchst, jeden Tag ein bisschen mehr zu Dir zu kommen.

Diese kleinen Erfolge können Dir selbst manchmal so nichtig erscheinen, dass Du ihnen im ersten Moment keine große Aufmerksamkeit schenken möchtest. In der Summe allerdings spielen sie eine große Rolle. Vielleicht wirst Du im Verlauf der Zeit viel achtsamer Dir selbst gegenüber, ohne dies groß anzuerkennen. Diese Achtsamkeit könnte sich darin äußern, dass Du mehr schläfst, mehr Yoga machst, weniger im Internet surfst und längere Spaziergänge machst oder Du gleich auf die Toilette gehen, wenn Deine Blase sich meldet, anstatt es Dir erst dreimal zu verkneifen. Oder dass Du viel eher eine Pause mit der Arbeit machst, anstatt abzuwarten, bis Du vollkommen ausgebrannt bist.

Ganz bei Dir selbst zu sein, lohnt sich. Du kannst es schaffen. Aber nur Du kannst den ersten Schritt in diese Richtung machen.


Übungen und angeleitete Meditationen findest Du hier

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