Montag, 23. August 2021

Gedanken über unser Streben nach Glück 

Ich freue mich immer sehr, wenn Psychologen, Yoga-, -Meditation-, und Achttsamkeitslehrer hier ihre Gedanken zum Thema Glück teilen. 

Dieses Mal ist es die liebe Rita Fasel aus der Schweiz, die uns erklärt, wie wir glücklicher werden können. 

Viele Jahre bereits bin ich als Psychologin und Therapeutin tätig. Über all diese Zeit habe ich gelernt wie schön es ist sein Glück des Körpers genießen zu dürfen.

Es gibt so viele „Ganzkörper-Ja’s“ in meinem Leben und in den Leben meiner Klient:innen, da kommt zu Dankbarkeit auch viel Glücksgefühl. Ganz im Sinne von Sir Francis Bacon:

"Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind."

Es kann nicht nur immer selbstverständlich sein, dass wir das Wunderwerk „Körper“ bei voller Gesundheit genießen dürfen. Denn in meiner Praxis höre ich fast täglich ein Gemurmel der Anklage zum jeweiligen eigenen Körper. Denn wenn frau/man nicht zufrieden sind wie er (der Körper) reagiert, ja dann wird öfters gejammert und gar angeklagt; dies oder jenes sollte schöner, schlanker, faltenfreier und jünger sein etc.

Sie als Leser:innen haben sich sicherlich auch bereits einige Male ertappt zu abschätzigen Mäkeln über dies oder das. Ich mich ja früher auch…

Annehmen was ist, macht freier und glücklicher. (Rita Fasel)

Vom Gegenteil des Glücks; dem Unglück seiner Krankheiten mit viele Jammer-Geschichten  zu erzählen würde ich abraten, es bringt weder dem Zuhörer noch dem Erzähler etwas. Da wird, das ist mir aufgefallen, selten Verantwortung übernommen, denn meist wird von Betroffenen nur in der dritten Person gesprochen;

Beispiel; das Bein / der Kopf / der Backenzahn tut weh…etc
Nicht etwa DIREKTER: mein Bein schmerzt…mein Kopf brummt – was könnte ich gerade (für mich) tun? Worauf hin will mich mein Schmerz hinweisen? Was kann ich zukünftig weglassen?

Vorsichtig, denn wir hören uns selbst immer zu, genau durch solche Redewendungen entfernen wir uns alle immer mehr von uns selbst! Klar ist doch unser Körper ist ein Drittel unseres Seins und fühlender Existenz (dazu später mehr).

Ob man also körperliche Probleme durch ein zunehmendes Verständnis, Wissen und Erkenntnisse löst, die Wahl ist ganz die unsrige. Oder damit hilfreicher auf Ursachenfindung zielt und damit seinem gestressten Organismus mehr Ruhe verordnet, dies hat mit Eigenverantwortung zu tun!

Da werden grosse Unterschiede deutlich: jede/r wüsste doch, dass sich körperliche Beschwerden erholen und die Leidenden einfacher ihre gesamte Immun-Abwehr wieder stärken und stabilisieren können. Viele nehmen lieber einen scheinbar einfacheren Weg, oft sogar nur mit Pillen einwerfen und somit eher einem pharmazeutischen und schulmedizinischen Versuch, nichts darüber denken zu wollen und einfach alle Symptome unterdrücken. Punkt. Auch eine kurzfristige Lösung – auf jeden Fall nie meine!

Wir haben stets die Wahl, letztlich ist es immer die Selbstreparatur- oder Selbstheilungstendenz, welche für Ordnung und Regeneration im Innern sorgt. Diesbezüglich ist kein Unterschied zwischen Schulmedizin, Naturheilkunde, Psycho- und spiritueller Therapien. Ja ich bin auch der Schulmedizin dankbar, es gibt wundervolle Dinge, wünschenswert wäre komplementäres Denken und ein Miteinander anstelle von Spaltungen.

Mit Hilfe der psychosomatischen Krankheits-Deutung im Sinne von "Krankheit als Symbol" von Dr. Ruediger Dahlke (wo ich auch Mitautorin im Nachschlagewerk war) habe ich viele Heilungen verfolgen und sehen dürfen. Jedoch meist nur bei Menschen, welche ihre Suche und ihren Lebens-Sinn kultivieren und immer bereit sind Neues dazuzulernen.

Wer mit sich in seiner Eigen-Ehrlichkeit und mit innerem Frieden lebt, kann einfacher akzeptieren, dass (s)eine Herausforderungen leichter erfasst und schneller gelöst werden können.


Dies bedeutet; sich und seine Umgebung mit Sinn und mit Leben zu füllen!

Stets in Achtsamkeit und dieser Lebensstil ist sicher ein entscheidender Schritt in Richtung Glücksgefühle. Denn wenn ein Mensch sich seiner Gefühle und seiner Seelentiefe gewahr ist, kann er/sie in Angriff nehmen um seinen inneren Frieden und seine Selbst-Heilung zu erlangen.

Eine ganzheitliche Heilung ist erstrebenswert und teilt sich auf in 3 Drittel:

Oder leben Sie sich eher mit einem überaktiven Hamsterrad im Kopf wahr?

Dann übernimmt Ihr Verstand mehr als seine 33,3% Ihres Seins…ob dies auf Dauer gut ist, entscheiden Sie selbst. Hier ein Beispiel mit ca.60 % Verstandesanteil:

Ausgeglichenheit und Wohlgefühl gelingen einfacher und sind jeweils je ein Drittel meines Empfindens:


1/3 körperliche Fürsorge - 1/3 offen für Neues im Intellekt  - 1/3 innere seelische Ruhe



Dies sind ganzheitliche Aufteilungen, welche ich gerne empfehle und selbst erzielen will und jeweils empfinde. Dies ist mir wichtig und wertvoll, diese Ausgeglichenheit lässt uns täglich mehr unsere Glücksmomente finden. Es gibt Glücksmomente im Körper, hoffentlich kennt diese jeder? Dann Glücksmomente des Erfolges, wenn wir mit Denkkraft ein Projekt erwirken konnten und es gibt wundervolle Momente des Seelen-Glücks. Ich wünsche Ihnen von allen genug und in stetiger Wiederkehr.

KörperGlück


Dies bestärkt mich umso mehr täglich mein Glück meines Körpers, meiner Seele und meines Verstandes zu finden, denn ich bin dankbar zu (m)einem funktionierenden Nervensystem, (m)einer starken Wirbelsäule voller Rückgrat und (m)eines gesunden Herzens, welches alles Blut für mich durchpumpt und ich ehren darf und mir dadurch Ruhe in meiner Seele schenkt. Das war bei mir nicht immer so…


Etliche Unfälle, häusliche Gewalt, sexueller und seelischer Missbrauch, Herzstillstand mit Nahtoderlebnis u.v.m.

All dies ist mir in Zeiten geschehen wo meine Aufteilung im roten und nicht im grünen Bereich war.
Nun lebe ich anders, ernähre mich gut, stärke mein Körperhaus, lenke meinen Verstand und ruhe genügend aus, genauso wie es mir mein Körper zeigt.

Denn auch Nebensächlichkeiten wie schöne Haut und starke Haare sind nur wirklich gesund und strahlend, wenn ich mich auch wohlfühlen kann in meinem Seelen- und Körperhaus und davon ausgehe, dass ich als Mensch etwas dafür tun kann. Erst dann kann mein Verstand aus dem Wohlfühlen heraus sehr gut und analytisch arbeiten und lenken und denken. So entsteht kein Hamsterrad, ich gönne mir Pausen, wenn mein Körper Signale sendet und ich spanne aus wenn ich berufliche oder seelische Anspannungen erfahren habe. So werde ich selbst täglich zu meiner besten Freundin ;) und schaffe mir Zeit und Raum dafür, genau wie ich es anderen Mitmenschen auch raten würde.

Dazu gehört neben Regeneration auch „Service zum Unterhalt“. Wie zum Beispiel meinen Beißerchen zu schauen, welche ich täglich selbst kontrolliere und mir Hilfe hole, falls es mal gerade nicht so ist, dann hoffentlich durch eine ganzheitliche Zahnarzt:in.

Auch zu meinen wertvollen Augen schaue ich mit aller EinSicht und AusSicht und die WeitSicht dazu, denn so schenke ich mir meine innere klare Sicht für meinen weiteren Lebensweg. Diesen ehre ich mit all seinen ups und downs und so bin ich achtsamer, dankbarer und schätze mein persönliches Glück. Dies nicht nur weil mein Spezialgebiet die Augendiagnose ist. Sondern weil klare Sicht auf seine eigenen Themen viel Lösung anzeigen kann.

Das Glück des klaren Verstandes

Dies bringt uns zur Gedankenhygiene unseres Denkens und unseres Verstandes:

"Die meisten Menschen sind so glücklich, wie sie es sich selbst vorgenommen haben."
Abraham Lincoln

Bedenken Sie stets: es ist Ihr Glücksweg, durchs Leben, manche können neben ihnen mit gehen, jedoch jede/r kann nur den Weg für sich selbst wählen und gehen!

Ich glaube sogar Glück hat viel mehr mit Dankbarkeit und mutigen Entscheidungen zu tun, als wir alle denken.

Denn wenn ich als Mensch durch mein Leben wandere und dieses mitbestimme und damit keine Dankbarkeit finde, dann finde ich auch kein Glück! Suchen muss es niemand, finden ist das Ziel!

"Mut steht am Anfang des Handelns, 

Glück am Ende."

Demokrit


Ein kitzekleines Detail darf ich Ihnen sicherlich in diese Ansichten rufen? Es macht mich persönlich glücklich dieses Mini-Zell-Wunder zu sehen um mir das Wunderwerk des Körper und all seinen Abläufen tiefer vorstellen zu können und bewusster zu werden:

"Viele Menschen versäumen das kleine Glück, während sie auf das Große vergebens warten."
Pearl S. Buck, Schriftstellerin (1892-1973)


ErnährungsGlück

Wer das Kleine ehrt, mag es auch auf seinem Teller; auch macht es mich glücklich nur gesunde, biologisch angebaute Lebensmittel zu genießen und das mit gesunden Zähnen zu dürfen. Dabei können wir gleich überlegen wieviel wir für unsere Zähne tun, wie vorerwähnt. Damit wir unser EssensGlück täglich wertschätzen können, dürfen ethische und ökologische Gedanken mithelfen: da ich mir gerne Gedanken für ein friedliches Essen gemacht habe, ist mir vor 12 Jahren mein Projekt von ganzheitlichem, friedlichem Essen namens PEACE-FOOD genannt in den Sinn gekommen. Also wiederum eine je ein Drittel durchdachte ganzheitliche Idee. Dadurch hat sich eine ganze Welle ausgelöst; saisonal, regionale und tiereiweisslose, also somit vegane Ernährung war 2008 noch ziemlich verpönt und auswärts essen quasi unmöglich. Damals galt ich noch als sonderbare Pionierin und so werden Ideen gelebt:

Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du. (Mahatma Gandhi)

Viele Bücher und Kochbücher sind aus PEACE-FOOD entstanden, das freut mich immer noch. Selbst das ganze Seminarzentrum TamanGa in der Südsteiermark mit all seiner selbstversorgenden Permakultur hat die Welle hervorgebracht. Dort habe ich damals das erste vegane Bio-Hotel konzipiert und gebaut und lange als Direktorin geführt. Mein Ex-Mann führt es nun mit einem guten Team als Lebensbiotop weiter.


Welche Anteile in uns wollen essen? Ist der Körper mit Hunger, ist es der hektische Verstand oder gar eine gerade hungrige Seele? Überall hilft unser Verstand, damit der Seelenanteil mit all seinen Gelüsten nicht zu viel im Körper anfuttert, wie z.B. Zucker und Salz, Weizen und Milch, oder gar Alkohol und tierische Fette. Eine klare Gedankenhygiene und ein ethisch vertretbarer Einkaufszettel helfen mit. Wir Essen ja hoffentlich nicht um dick zu werden, sondern um uns Gutes zu tun. Wenn wir uns nicht glücklich fühlen beim Essen dann ist etwas falsch an unseren Kochangelegenheiten oder an unserer Küche? Vielleicht aber auch nur an der Herkunft unserer Speisen. Da gibt es immer wieder zu lernen und zu ändern, was uns gut tun darf. Sonst kommt es bei mir gar nicht mehr in den Einkaufskorb und Kühlschrank.

Oder könnte es durchaus sein, dass wir einfach zu verwöhnt sind in der westlichen Welt und nicht dankbar genug wahrnehmen, dass wir ein Tischleindeckdich haben? Gar ein Schlaraffenland im Supermarkt? Ich lebte viele Jahre in Südostasien und weiss, dass es nicht selbstverständlich ist alles zur Verfügung zu haben.


WohnortGlück

Unser Körper kann noch viel mehr als Sensorium wahrnehmen als wir glauben, er ist auch Messstab für seine Umgebung. Es können uns glücklich und traurige Umgebungen steuern und triggern sowie Stimmungen schenken. Dabei dürfen wir lernen, was uns den gerade ein HOCH oder ein TIEF geschenkt hat. Gibt es traurige und unordentliche Hinweise in unserem Zuhause, sollten wir vielleicht auch mal entrümpeln?

Unser Leben hat sich in den letzten anderthalb Jahren viel mehr in den eigenen vier Wänden abgespielt. Wenn das Wohnzimmer zum Büro, der Flur zum Arbeitsweg und die Küche zum Ausflugsziel wird, entstehen automatisch andere Ansprüche an ein Zuhause.

Dazu haben wir Entscheidungen gefällt: was wir denken können, was wir uns leisten können. Denn wir können glücklich sein im großen und kleinsten räumlichen Zuhause. Dieses kann stilvoll und teuer eingerichtet sein oder in ganz normalen, vielleicht auch in selbstgebastelten Möbeln.
Unsere Wertschätzung, dass unser Körper sich dort regenerieren kann (wenn er müde und mürbe ist) bedeutet, dass er sich sogar reparieren kann egal welches Preisschild vorherrscht… dieser Fakt dürften wir uns zum räumlichen Glück bewusster werden.

"Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt."

Albert Schweitzer


Vielleicht teilen Sie gerne Ihr WohnGlück? Lieben Einladungen und können dadurch Atmosphäre zaubern und diese auch selbst schätzen?


KnochenGlück und GedankenGlück

Die meisten von uns sehnen sich nach einem glücklichen Leben. Aber was ist Glück? Viele glauben, es gebe keine allgemeingültige Antwort darauf und jeder Einzelne müsse das selbst herausfinden.

Ein weiterer gedanklicher Ausflug dazu möge sein:
Man denke an die Knochen: dort wo ein Knochen bricht heilt er in einer größeren Stärke nach. So dass man auf einem späteren Röntgenbild sogar diesen Mehraufwand der Knochenreparatur finden kann. Unsere Körper kann dies von ganz alleine, es bedingt einzig Ruhestellung, Gipsverband und Fürsorge.
Ist das alleine nicht schon ein GlücksWunder? Wir als Mensch dürfen beitragen indem wir dieses gebrochene Teil stillhalten. Punkt.

Früher wollte ich immer Seminare geben wo man/frau sich über mehrere Tage das Wunderwerk des Körpers feiert. Dies könnte man zum Beispiel tun indem man sich am ersten Tag des Seminars in den eigenen Finger schneidet und ganz ohne Spruch und Schwur, wie Karl May es in der Winnetou-Serie beschreibt, sondern allein darum, dass damit jeden Tag in Achtsamkeit und Meditation dieser Fortschritt der eigenen Heilung zuzuschauen wäre. Na ja, bitte machen Sie meinen gedanklichen Ausflug einfach auch nur gerade gedanklich und lassen Sie uns dabei unser Wunder des Körpers wertschätzen.

Es ist doch ein Fakt und ein Wunder, dass wir ganz von alleine und ganz im jeweiligen körperlichen Rhythmus eine solche Wunde wieder automatisch verschließen können.

Gerade deshalb macht es mich traurig, in Zeiten wie diesen, dass wir so wenig Vertrauen haben in unseren Körper! Falls eine Mikrobe, ein Virus daher fliegen würde, dann vertraue ich meinem Körper. Dies nun bereits überall die 58 Jahre lang. Mein Körperhaus hat mich gut begleitet durch viele Traumatas, sogar durch Missbrauch und Schläge häuslicher Gewalt. Ich mag das gar nicht aufzählen, denn ich bin glücklich mein Körper hat das alles überdauert. Sogar 2 Vergiftungen und einen Herzstillstand bei einer Nahtoterfahrung hat mein Körper überlebt. Deshalb habe ich tiefes Vertrauen und auch eine gewisse Ehrfurcht was mein Körper für mich und mein Leben alles leistet. Ich durfte 2 gesunde Mädchen gebären und das Wunder der Zeugung wie auch der Schwangerschaften und Geburten erleben.

Mein Körper kann Abwehr, mein Immunsystem kann dies auch, darin habe ich Vertrauen. Wenn ich mich sicher fühle in meinem Körper, dann lebe ich als Zeugin und so habe ich eine Vergangenheit, eine Gegenwart und eine Zukunft. Die Zukunft wird weiterleben sogar in weiteren Generationen, das begreifen zu dürfen, das ergibt ein beschenktes Gefühl und wer sich beschenkt fühlt, schätzt sich glücklich.

Wussten Sie, dass glückliche Menschen öfters pfeifen  und summen? Denn dies gelingt meist nur wenn wir uns selbst feiern können. Auch tanzen Glücke ganz oft alleine für sich, jedenfalls merkt man fröhlichen Menschen den inneren Rhythmus an. Dies kann neben Körper- Minibewegungen auch die Intonation der Stimme sein. Stimme gleich Stimmung und da liest sich das Glück oder eine Unstimmigkeit leicht ab…

Das Glück ist eine sehr starke, positive Emotion, verbunden mit einem vollkommenen, dauerhaften Zustand intensiver Zufriedenheit. Da die Frage, was uns in diesen Zustand versetzt, sehr subjektiv zu beantworten ist, kann man Glück auch als „subjektives Wohlbefinden“ umschreiben.
Wie äußert sich Glück eigentlich? Ein glücklicher Mensch empfindet häufig positive und erfährt seltener negative Gefühle und er ist in hohem Maße mit seinem Leben zufrieden. Er sieht einen Sinn in seinem Leben, verfolgt also sinnvolle Ziele.

Glück ist eine Entscheidung:

"Wenn man glücklich ist, 

soll man nicht noch glücklicher sein wollen."

Theodor Fontane


Dr. Joe Dispenza, welchen ich sehr bewundere sagt: "Jeder Gedanke produziert eine ihm entsprechende chemische Substanz, welche wiederum eine Emotion erzeugt. Du bist also nur für Gedanken empfänglich, die deiner emotionalen Verfassung entsprechen."

Soviel zu unserem Gedanken-Glück!

 In der Antike gab es ganz unterschiedliche Glückskonzepte. Eines bestand darin, dass wir Glück auf das Leben als Ganzes beziehen und nicht nur auf einzelne Abschnitte. Oder die Glücksauffassung von Epikur: Glücklich ist schon der, der kein Leid und keinen Schmerz erfährt.

Mit Aristoteles können wir die Fähigkeiten des Menschen in den Mittelpunkt stellen. Demnach sind wir glücklich im Gebrauch unserer Fähigkeiten. Auch das Verhältnis von Glück und Moral spielt in der Antike eine wichtige Rolle: Der moralische Mensch, so einige der antiken Philosophen, ist der glückliche Mensch.

Damals wie heute, wir suchen nach dem Glück, ich hoffe Sie finden Ihr Glück.

Ich bin dankbar für mein Glück.
Meine Spezialgebiete sind Augen-Hände-Füsse, all diese 3 Körperteile kann ich deuten und lesen und meinen Kund:innen so Ihren momentanen Stand erläutern. Dies ganz ohne, dass ich irgendetwas aus ihrem Leben weiss. Diese Methoden begleiten mein Arbeiten seit 40 Jahren.

„Vergiss nicht, dass die Erde sich freut, 
deine nackten Füße zu spüren, 
und die Winde sich danach sehnen, 
mit deinem Haar zu spielen." 
- Khalil Gibran

SeelenZeit-Gespräche machen jederzeit den Anfang sein eigenes KörperGlück zu sehen und zu lernen um vergangene Herausforderungen zu archivieren.

Weitere Informationen zu Rita Fasel gibt es unter:  www.ritafasel.ch


 

Sonntag, 15. August 2021


Immunbooster für den Herbst: 8-Wochen-Onlinekurs YinYoga und Meditation 28.09. - 16.11.21

Tanja Seehofer und Doris Iding

Der kommende Herbst wird mit vielen Herausforderungen auf uns warten. Am besten gehen wir ihm gut gestärkt und gelassen entgegen. Mit aufbauenden Meditationen und stärkenden YinYogasequenzen wird uns dies gut gelingen. Dafür werden wir Dich 8 Abende lang darin unterstützen, deinen Fokus im positiven Sinne auf deine Selbstheilungskräfte und deine Resilienz zu richten. Wir werden die eigene Klarheit stärken und das eigene, mentale und körperliche gesunde Kraftfeld ausdehnen, um klar und gesund durch diese aufwühlende Zeit zu gehen.

 Alle Übungen und Sequenzen werden dich darin unterstützen, dich körperlich, mental und spirituell zu stärken. Schließlich kannst du als SchöpferIn deines Lebens wählen zwischen Freiheit und Enge, zwischen mentaler und körperlicher Stärke und Schwäche, Licht und Dunkelheit.

Diese Phase des tiefen gesellschaftlichen Wandelns sind jetzt besonders günstig, um in eine höhere Schwingungsebene zu wechseln. Komm jetzt in deine körperliche Kraft und innere Stärke und übernimm Selbstverantwortung.

Wir werden dich mit diesem Seminar dabei von Herzen gerne unterstützen. Durch die acht Abende wirst du lernen, deinen Fokus im positiven Sinne neu zu auszurichten, gemäß des Mottos: Aufmerksamkeit erschafft Realität.

Tanja Seehofer und Doris Iding möchten dich einladen, deines persönliches körperliches und seelisches Immunsystem zu stärken. Ab Dezember bieten wir an 8 Abenden einen Onlinekurs an, an dem wir Meditationen und mentalen Übungen vermitteln, die dich zu deiner eigenen Quelle führen, deine Intuition stärken und dich darin unterstützen eher zu erkennen, was und wer dir gut tut.


LEITUNG: Doris Iding, Tanja Seehofer
DAUER: 8 Wochen
KURSTAG: Dienstag
TERMINE: 28. September 2021 bis 16. November 2021
ZEIT: 19:00 bis 20:30 Uhr
KURSGEBÜHR: 189€ (als Paar 150€ pro Person). Earlybird bis 01.09 2020 169€
EINZELSESSION: je 25€
INFO & ANMELUNG: info@doris-iding.de und seehofer.tanja@web.de

 

Programm

28.09.2021  //  MODUL 1  Den Körper stärken – den Geist klären  
05.10.2021  //  
MODUL 2  Deine Aufmerksamkeit ausrichten auf deine Selbstwirksamkeit
12.10.2020  //  
MODUL 3  Dein eigenes Schwingungsniveau erhöhen
19.10.2021  //  
MODUL 4  Stärkende Mudras und Mantren
26.10.2021  //  
MODUL 5  Unterstützende Energien einladen
02.11.2021  //  
MODUL 6  Das Innere Licht stärken
09.11.2021  //  
MODUL 7  Verbundenheit stärken
16.11.2021  //  
MODUL 8  Energiefelder klären

 


Montag, 2. August 2021

Das eigene Licht zum Strahlen bringen: 

MBSR für Fortgeschrittene - Herbst `21

Achtsam zu sein ist ein Prozess. Er erschließt sich nach und nach. Je länger wir praktizieren, desto mehr werden wir mit tiefliegenden und subtilen Grundstimmungen konfrontiert. Wir erkennen, wie wir uns selbst im Weg stehen, um inneren Frieden zu finden. 

Wir kommen aber auch mehr und mehr mit etwas in Kontakt, dass heil und unverletzlich ist. Achtsamkeit ist somit ein wunderbares Mittel, um bei uns selbst anzukommen. Immer wieder neu. Von Moment zu Moment. Von Tag zu Tag. 

Die Zeiten, in denen wir uns in Dramen verlieren, werden kürzen. Die Zeiten, in denen wir uns mit uns selbst wohl fühlen werden dafür länger. Was für ein Geschenk.

In diesem Kurs werden wir uns sowohl den Seiten in uns zuwenden, mit denen wir im Alltag immer wieder zu kämpfen haben. Wir werden aber auch die Aspekte in uns beleuchten, die das innere Licht zu strahlen bringen. Erfahrungsgemäß verfügt jeder über eine tiefe Quelle des Friedens und Wohlbefindens. 

Egal, wie festgefahren unser Leben ist oder wie verzweifelt und ausgebrannt wir uns auch immer fühlen mögen. Egal wie unsicher äußere Umstände sind. Egal wie verfahren eine Situation aussieht. Haben wir diese Quelle der inneren Ruhe erst einmal wiedergefunden, wird das Leben leichter.

Besonders in der jetzigen Zeit, in der äußerer Halt unsicherer wird und die Welt mehr und mehr aus den Fugen gerät, ist es wichtig, sich mit eben dieser Quelle zu verbinden. Ein achtsamer Geist und ein entspannter Körper sind der beste Kompass, um diese Quelle zu finden.

Während der 5 Wochen lernen Sie verschiedene Übungen im Sitzen, Liegen und Gehen kennen. Sanfte Körperarbeit aus dem Yoga rundet das Spektrum ab. Außerdem gibt es im Kurs Anregungen zur Integration der Achtsamkeit in den Alltag sowie kurze Vorträge zur Stresslösung und Stärkung der eigenen Ressourcen.

LEITUNG: Doris Iding
DAUER: 5 Wochen
KURSTAG: Mittwoch
TERMINE: 08. September 2021 bis 13. Oktober 2021
ZEIT: 19:00 bis 21:30 Uhr
KURSGEBÜHR: 250€. Early Bird bis 10.08. 225,-,  Paare 220€/ Person. Arbeitssuchende, Studenten und Rentner. Sowie Menschen deren finanzielle Mittel begrenzt sind, bekommen gerne eine Reduktion
INFO & ANMELUNG: Doris Iding 089.9547.1324 - www.glueckundachtsamkeit.de
SONSTIGES: Die Teilnehmer sollten die Bereitschaft mitbringen, sich auf eine regelmäßige Meditations- und Yogapraxis einzuladen.

 MBSR 5-Wochen-Programm

08.09.2021 //   MODUL 1  Immer wieder neu: Den Anfängergeist aktivieren
15.09.2021  //  
MODUL 2  Im Körper ankommen. Im Körper sein.
29.09.2021  //  
MODUL 3  Selbstmitgefühl vertiefen
06.10.2021  //  
MODUL 4  Innere Ressourcen aktivieren
13.10.2021  //  
MODUL 5  Den inneren Raum der Weite erforschen

Montag, 26. Juli 2021


Müssen war gestern....... 

Zu sich kommen. Freiheit schmecken. Die Natur erfahren. Gott begegnen. Das alles erlebte Hape Kerkeling als er vor einigen Jahren dem Showbusiness den Rücken kehrte. Als Wanderer tauchte er dann auf dem Jakobsweg wieder auf und fand hier wieder zu neuen Kräfte. Jahre später konnten wir seine Erfahrungen nachlesen in seinem Buch: „Ich bin dann mal weg. Meine Reise auf dem Jakobsweg“. Mit seiner Entscheidung, mal alles hinter sich zu lassen, traf der Entertainer wohl 2006 den Nerv der Zeit: 103 Wochen lang blieb sein Buch auf dem Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste. In dem Buch beschreibt er, wie er den alten Pilgerweg in Spanien nutzte, um wieder zu sich selbst zu finden, nachdem er sich in der Arbeit verloren hatte.  

Auch der Bestsellerautor Paulo Coelho beschreibt die Erfahrungen, die er auf dem gleichen Weg machte. In seinem ersten Buch, „Auf dem Jakobsweg. Tagebuch einer Pilgerreise nach Santiago de Compostela “, erzählt er von Abenteuern, spirituellen Prüfungen und Strapazen, die den erwarten, der sich einlässt. Wer sich dem Weg hingibt, wird berührt. Berührt von der unsagbaren Schönheit der Natur. Geküsst von der Magie des Augenblicks. Überrascht von etwas, was Größer ist. Größer als das, was wir mit unserem kleinen Verstand begreifen können. Und möglicherweise begegnet uns etwas, was in uns selbst verborgen liegt: unserem Wesenskern, unserer Einzigartigkeit. Etwas, das häufig in der Kindheit oder Jugend von den Erwartungen und Vorstellungen der Eltern, Erziehungsberechtigten, der Gesellschaft überschüttet wurde.

Den Wenn-Dann-Geist entlarven

Auch in mir entbrannte irgendwann der Wunsch, ebenfalls eine solche Pilgerreise zu unternehmen. Bevor ich allerdings zum ersten Mal meinen Wunsch umsetzte, Richtung Santiago zu gehen, vergingen viele Jahre. Der „Wenn-Dann-Geist“ stellte sich mir in den Weg. Kennen Sie ihn? Vielleicht hält er Sie bislang auch davon ab, sich auf die Socken zu machen. Dieser Wenn-Dann-Geist geht so: „Wenn ich heute Abend nach der Arbeit nach Hause komme, gehe ich schon einmal eine Stunde, um mich langsam einzulaufen für die Wanderung.“ Sind wir dann abends zu Hause, sind Sie möglicherweise müde. Dann meldet sich der Wenn-Dann-Geist und sagt: „Ach, trink lieber ein Bier und mach am Wochenende eine gescheite Wanderung. Wenn du Sontag ausgeschlafen bist und den ganzen Tag Zeit hast, dann lässt es sich sowieso viel besser wandern.“ Am Wochenende melden sich unerwartet Ihre Freunde und laden zum Sie zu einem Fest ein. Dann sagt der Wenn-Dann-Geist: „Nach dem Lockdown ist es viel wichtiger, Freunde zu treffen, als allein wandern zu gehen. Wenn ich in zwei Wochen Urlaub habe, gehe ich jeden Tag wandern, um mich so auf den Pilgerweg vorzubereiten!“. Sollte Ihnen diese Stimme bekannt vorkommen, möchte ich Ihnen gerne einen Vorschlag machen: Wie wär’s, wenn Sie den Wenn-Dann-Geist umwandeln in den Wenn-nicht-jetzt-wann-dann-Geist!

Zurück zum Jakobsweg. Als ich meinen Wenn-Dann-Geist endlich überwinden wollte, gab es jedoch bereits so viele Wanderer auf dem Weg, dass mir die Lust vergangen war, in Spanien zu pilgern: Der Jakobsweg war zu einem überbevölkerten Volkswanderweg geworden.

Der Weg ist das Ziel

Während das Ziel des Jakobswegs feststeht, ist der Startpunkt des Jakobswegs variabel. Allein in Deutschland gibt es 30 Jakobswege. Auf vielen von ihnen kann man sehr besinnlich und im ursprünglichen Sinne des Wortes pilgern. Einer davon beginnt mitten in München auf dem Jakobsplatz.

Es muss also nicht immer eine vier- oder fünfwöchige Pilgerwanderung a la Kerkeling sein, um sich auf den Weg zu machen. Schließlich beginnt jede Reise mit einem Schritt. Und manchmal reichen auch ein paar Tage, um wieder mit unserem eigenen Herzen in Kontakt zu kommen. Sollten Sie also keine Zeit, kein Geld oder keine Lust haben, den ganzen spanischen Weg zu gehen, so können Sie auch hier im schönen Bayern ein paar Tage auf den Spuren Jakobs wandeln. Ein paar Tipps im Gepäck können Sie darin unterstützen, dass eine mehrtägige Wanderung Sie nicht nur über den ein oder anderen Bergrücken trägt, sondern Sie auch mit Ihrer eigenen Tiefe in Kontakt bringt.

Achtsamkeitstipps für Pilgerwege

Eine Absicht festlegen

Fragen Sie sich, warum Sie einen solchen Weg gehen möchten?

Ist es die Antwort auf eine innere Frage, die Sie finden möchten?

Befinden Sie sich in einer Krise und erhoffen Sie sich eine Lösung für diese Krise?

Haben Sie den Bezug zu sich selbst verloren? Möchten Sie sich wieder finden oder möglicherweise ganz neu begegnen?

Haben Sie das Bedürfnis, neue Erfahrungen zu machen?

Erhoffen Sie sich, Gott zu begegnen oder etwas zu finden, was nicht in Worte zu fassen ist?

Wenn Sie eine Absicht festgelegt haben, ist es gut, sich im Verlauf des Pilgerns immer wieder daran zu erinnern, warum Sie sich auf den Weg gemacht haben. Sollten Sie zum Beispiel das Bedürfnis haben, einmal ein paar Tage ganz für sich selbst allein zu sein, ist es gut darauf zu achten, sich nicht mit anderen Pilgern zusammenzuschließen und in einem Grüppchen zu wandern. Genauso sinnvoll ist es bei einem solchen Entschluss, dass Mobiltelefon nur in Notfällen zu benutzen oder die Gespräche mit Ihren Liebsten zu reduzieren, damit Sie sich einmal ganz auf sich selbst konzentrieren können.

Schweigend gehen

Sollten Sie lieber mit Ihrem Partner, Freundinnen oder anderen Weggefährten pilgern, dann empfiehlt es sich, im Vorfeld festzulegen, ob und wie viel Sie auf dem Weg schweigen möchten. Wenn wir schweigen, kommen wir uns selbst näher und können die Stimme in uns hören, die oft nicht zu Wort kommt, aber viele Inspirationen für uns bereithalten kann. Sich abends in der Ruhe über die gemachten inneren Erfahrungen auszutauschen, kann wiederum sehr bereichernd und inspirierend sein.

Quartiere vorreservieren

Wenn Sie mehrere Tage oder Wochen pilgern wollen, lohnt es sich, Übernachtungen im Vorfeld zu buchen. Erfahrungsgemäß ist es entspannender, wenn man den Abend in Ruhe genießen kann, anstatt sich um weitere Unterkünfte kümmern zu müssen.

Achtsamkeit für den Augenblick entwickeln

Achtsam zu sein bedeutet, möglichst wertfrei im Hier und Jetzt zu sein. Damit gemeint ist, sich vollkommen auf die sinnlichen Erfahrungen einzulassen, die Ihnen auf dem Weg begegnen werden. Wenn man über mehrere Stunden alleine läuft und schweigt, kann es nur allzu leicht passieren, sich in Geschichten über die Vergangenheit und Zukunft zu verlieren. Hier ist Achtsamkeit gefragt, dies zu bemerken, um sich immer wieder in den gegenwärtigen Moment zurückzuholen. Ein besonders gutes Mittel hierzu ist das Wahrnehmen der eigenen Füße. Schritt für Schritt den Untergrund spüren, auf dem man geht. Aber auch ein paar offene Ohren und offene Augen bringen Sie unmittelbar in den gegenwärtigen Moment und zeigen Ihnen, mit welchen Wundern die Natur aufwartet. Sei es der Gesang eines Vogels, die Struktur eines Baumes oder das Panorama einer Landschaft, die sich plötzlich eröffnen kann.

Inneres Gepäck reduzieren

Machen Sie sich entbehrlich, wenn Sie wandern gehen. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Familie, Kollegen oder Kunden gut ohne Sie klarkommen, während Sie auf dem Pilgerweg unterwegs sind. Versuchen Sie auch, Ihre Alltagssorgen zu Hause zu lassen. Das macht Sie frei. Je weniger Sie mit sich herumtragen, desto intensiver werden Sie erleben, was Ihnen der Weg zeigen möchte.

Achten Sie auf Zeichen

Wenn wir mit offenen Augen und offenen Ohren pilgern, können uns Zeichen begegnen, die uns auch im übertragenen Sinne etwas sagen wollen. Vielleicht sehen Sie – je nachdem wo Sie wandern – immer wieder einen Adler oder einen anderen großen Vogel am Himmel. Vielleicht möchte dieser Sie einladen, etwas aus der Metaebene zu betrachten. Vielleicht begegnen Ihnen aber auch Inschriften oder Symbole, die Ihnen etwas sagen wollen. Möglicherweise begegnet Ihnen auch ein Mensch, der Sie inspiriert oder Ihnen eine neue Sichtweise auf Ihre Absicht ermöglicht.

Gehen Sie mit Freude

Machen Sie aus Ihrem Unternehmen keinen Zwang. Manchmal tun die Füße einfach weh oder der Weg führt mehrere Kilometer an einer befahrenen Straße entlang. Dann darf man auch schon mal den nächsten Bus nehmen oder per Anhalter das nächste Ziel anvisieren. Es geht nicht darum, das Ziel auf Biegen und Brechen zu erreichen, sondern eher darum, sich selbst mitfühlend und wohlwollend zu begegnen. Müssen war gestern. Freude ist heute angesagt. Schließlich ist das Leben zu kurz, um sich selbst immer wieder unnötige Steine in den Weg zu legen.

 

Weitere Informationen:

www.jakobsweg.de

Hape Kerkeling: Ich bin dann mal weg. Piper Verlag, 2006, 11 EURO

Paulo Coelho: Auf dem Jakobsweg. Tagebuch einer Pilgerreise nach Santiago de Compostela. Diogenes Verlag, 2007,11 EURO


Zur Info. Dieser Artikel ist erschienen in der Münchner AZ. Dort veröffentliche ich regelmäßig Samstags Artikel, die Sie darin unterstützen, zur inneren Balance zu finden.

Montag, 5. Juli 2021

Über die Kunst des glücklich-Seins (auch wenn es - äußerlich gesehen - keinen Grund gibt)
 
Gedanken von LuNa Schmidt, Frühling-Sommer 2021
 
„Es gibt zwei Arten, sein Leben zu leben:
entweder so, als wäre nichts ein Wunder,
oder so, als wäre alles eins.
Ich glaube an Letzteres.“
(Albert Einstein)
 
Derzeit gibt es vielleicht vieles, was nicht so läuft, wie du es dir wünscht. Ich kenne das von mir: Diese Enttäuschung, wenn etwas nicht so ist, wie ich es geplant, gedacht oder mir gewünscht habe. Den Schmerz, wenn sich Menschen abwenden oder einen abwerten.
 
Vielleicht hilft dir der folgende Gedanke, wenn du dich das nächste Mal ärgerst oder leidest: Der Schmerz gehört zum Leben, so wie die Freude. Schmerz ist unvermeidbar. Leiden allerdings ist freiwillig. Du alleine entscheidest, ob und wie lange du leidest! Schmerz ist ein Teil des Lebens. Leid ist hausgemacht.

Leid entsteht, wenn du im Widerstand bist mit etwas. Wenn du wünscht, dass es anders wäre. Wenn du dich verstrickst in deinem inneren Drama. Wenn du dich regelrecht darin verbeisst.
 
Ein gängiger Mechanismus, den ich an anderen und auch an mir selbst beobachte, ist der, dass wir den Grund im Aussen suchen, warum etwas nicht so ist, dass wir glücklich sein können. Wir schimpfen auf die Umstände, die Politik, die bescheuerten Mitmenschen, die Chefin, den Kollegen etc. Das nennt man Projektion. Wir vergeuden unsere ganze Energie auf das, was nicht so läuft, wie (wir finden, dass) es sollte und haben auch schon die Schuldigen dafür.

Wenn wir uns in diesen Geschichten, die wir uns still im Inneren erzählen, verhedderen, schaffen wir weiteres Leid. Wir fühlen uns hilflos und machtlos in dieser Empörung und haben überhaupt keine Möglichkeit, in dieser Stimmung etwas zu verändern. Es kreiert immer mehr Leid für uns selbst und alle, mit denen wir zu tun haben.
 
Mir haben diese drei Aspekte geholfen:
 
Erstens: Wenn ich in der Projektion gefangen bin, dann beschwere ich mich über dieses und jenes. Ich beschwere mich über die Situation. Ich beschwere mich über die Politiker/innen. Ich beschwere mich über die Medien. You name it. Doch was tue ich da genau? Ich beschwere mich. Lass dir das mal auf der Zunge zergehen: ICH beSCHWERe MICH. Beschweren macht mich schwer. Ich mache es mir schwer, wenn ich in diesem „Beschwer-Modus“ bleibe. Meine Wahl!
 
Zweitens: Glaube nicht alles, was du denkst!
 
Drittens: Ich kann, wann immer ich bereit dazu bin, stoppen. Ich kann aussteigen aus diesem Gedanken- und Gefühlskarussell und aufhören auf die Aussenwelt zu projizieren.
Stattdessen kann ich innehalten und mich fragen, was jetzt wirklich HIER ist. Was löst es aus in mir? Was fühle ich? Jetzt. Sobald ich mich nach innen wende und wirklich fühle, was ist, dann hole ich mir die Macht zurück. Und dann kann ich alles verändern. Es beginnt in mir drin. Immer.
In dem Moment, in dem ich aufhöre zu projizieren, z.B. meine Wut, meine Frustration, kann ich wirklich fühlen, was in mir getriggert wird. Viele sind es nicht mehr gewohnt und haben es verlernt wirklich zu spüren. Durch dieses Fühlen kann sich etwas im Inneren wandeln.
 
Mein Tipp: Mir hilft Musik in so einem Prozess. Immer, wenn ich merke, dass ich in einer Emotion feststecke und mir innerlich immer die gleiche Geschichte erzähle und mich so immer tiefer in die Emotion hineinreite, halte ich inne. Ich fühle, was gerade da ist. Und nutze dann Musik und Bewegung, die mich tiefer ins Spüren hinein sinken lässt.
Ich fühle dann, dass nach der Wut Hilflosigkeit auftaucht und nach der Hilflosigkeit Trauer und danach vielleicht sogar die Angst – etwas, das ich vorher gar nicht fühlen konnte!
Vielen geht es auch so: Diese unbewussten Emotionen konnten wir vorher nicht fühlen, weil viele von uns, von klein auf, darauf konditioniert wurden, unangenehmes zu unterdrücken. Deshalb ist es - meines Erachtens - heute enorm wichtig, wieder ins Fühlen zu kommen. Denn nur so kann die Intuition wieder ihren Platz einnehmen und die innere Führung übernehmen.
 
Erziehung und Konditionierung führen letztendlich dazu, dass wir uns von uns selbst abtrennen. Das Werkzeug für diese Trennung ist, das Fühlen zu unterbrechen.
Viele von uns bekamen als Kinder schon die Botschaft, dass wenn wir allzu überschwänglich Gefühle ausdrücken, es nicht okay oder nicht erwünscht oder unpassend ist. Wenn ein Kind schreit, wird es abgelenkt oder „ge-schhhhh-t“ – sei still. Es bekommt den Schnuller in den Mund gedrückt. Wenn Kinder weinen, bekommen viele den Spruch zu hören, dass „Indianer nicht weinen“. Oft gerade auch Jungs.

Intensive Gefühle, sei es Wut oder aber auch Freude und Ausgelassenheit sind häufig viel zu laut, zu unpassend. Einfach nicht salonfähig. So lernt unser Körper und unser Energiesystem von klein auf relativ schnell, was akzeptiert ist, um nicht anzuecken. Wir beginnen uns selber zu beschneiden und trennen uns so von der Gesamtheit ab. (Und das geht dann weiter wenn wir Yoga praktizieren oder gar lehren: Gewisses macht/sagt eine Yogalehrerin nicht: „Das ist unyogisch“. Und so geht die Selbstkasteiung weiter. Die Abspaltung. Schuld. Scham. Das ganze Paket.)
 
Mittlerweile wissen wir, dass das, was wir wegdrücken, nicht wirklich weg ist. Es wird, vereinfacht gesagt, eingekapselt und weggepackt. Es bildet Schichten um Schichten. Wir sind quasi umherlaufende Dampfkochtöpfe – es braucht wenig, bis es uns den „Deckel lupft“, bis es aus uns herausbricht. Durch diese sogenannten Trigger werden wir mehr und mehr zu Marionetten, die reagieren und sogar überreagieren, die handeln in einer Art und Weise, die wir so von uns selber nicht kennen.
 

Und was können wir nun tun?

 
Wenn wir es uns erlauben, alle Projektionen wieder zu uns zurück zu nehmen und wirklich zu spüren, holen wir die Macht wieder zu uns zurück. Wenn wir fühlen, was ist, können wir nach und nach in unsere Essenz hineinfallen. Wir können uns in die hinein entspannen, die wir wirklich sind. Gefühle wie Frieden, Glück und Freude tauchen ganz von alleine auf.
Das ist ein wirklich radikaler Weg, mit dem ich wirklich etwas verändere!
Wenn ich aufhöre, gegen etwas zu kämpfen und meine Energie gegen etwas zu richten, bringe ich die Macht zu mir zurück. Ansonsten nähre ich mit meiner Energie genau das, was ich nicht will. Dieser Weg, bei dem ich in die Eigenverantwortung gehe und die Verantwortung für mein Glück selbst in die Hand nehme ist total radikal, denn nur da kann ich wirklich etwas verändern.
Wenn ich gegen etwas bin, geht meine Energie, meine Aufmerksamkeit raus und ich verlasse mich. Ich nähre mit der Aufmerksamkeit das, was ich nicht will. Wenn ich meine Energie zurück nehme und mir meine Trigger bewusst mache und alles, was ich verdrängt habe, kann ich in mir Raum schaffen. Ich bin dann auch weniger beeinflussbar, weil ich in mir wurzle. Wenn in diesem Zustand, wen ich bei mir zu Hause bin, jemand auf mich zu kommt mit irgendwelchen manipulativen Informationen, brauche ich darauf gar nicht mehr anzuspringen. Nur wenn Angst da ist und viel Unterdrücktes, springe ich auf die Trigger an.
 
 
Mein Schlüssel für das Glück ist die Dankbarkeit
 
"Wenn ich nur ein einziges Gebet hätte wäre es: Danke." (Meister Eckhart)
 
Du kannst Dankbarkeit kultivieren und zwar unabhängig von den äusseren Umständen. Es ist eine Wahl. Und eine tägliche Praxis.

Wenn du dein Glück von äusseren Umständen abhängig machst, dann wirst du leicht zum Spielball des Lebens. Es wirft dich hin und her. Du wartest auf die perkekten Umstände, um glücklich zu sein. Dankbarkeit ist eine Wahl. Du wählst bewusst, den Blick auf das zu legen, was sich dir im gegenwärtigen Moment präsentiert und was du wertschätzt.
 
Gerade in den vergangenen Monaten konnten wir am eigenen Leib erfahren, wie schnell etwas, das wir für garantiert, für selbstverständlich hielten, einfach wegfallen kann. Dann ist nichts mehr, wie es war. Nichts ist sicher. Nie. Alles kann sich in einem Wimpernschlag ändern.

Die Kunst ist es, für die kleinen Dinge des Lebens dankbar zu sein und nichts für selbstverständlich zu nehmen. Dieses Leben nicht, die Menschen oder Tiere an deiner Seite nicht, dein Beruf nicht, deine Wohnung nicht. Das zu erkennen kann in eine totale Präsenz führen. In eine Achtsamkeit und Dankbarkeit.
 
Es gibt so unendlich viele Momente während eines Tages, für den du dankbar sein könntest. Gleich zu Beginn, wenn du erwachst. Im Bett, beim Öffnen der Augen:
 
·       Danke für diesen weiteren, geschenkten Tag!
·       Danke für meinen Atem.
·       Danke für meine Sinne, das Sehen, Riechen, Hören, Fühlen, Schmecken.
·       Danke für die warme, geschützte Wohnung. Die Heizung. Das kuschlige Bett.
·       Danke für die Toilette mit der automatischer Spülung.
·       Danke für das Toilettenpapier.
·       Danke, dass ich einfach den Wasserhahn aufdrehen kann und frisches Trinkwasser aus der 
        Leitung kommt.
·       Danke für das erste Getränk – was auch immer es sein mag.
·       Danke für die wohltuende Dusche am Morgen (oder Abend).
·       Danke für die Seife, das Shampoo, das Badetuch. Für die Zahnbürste und die Zahnpasta.
·       Danke für die Elektrizität - ich kann mit einem Knopfdruck das Licht einschalten oder mein 
        Smartphone/Tablet/Rechner starten. Habe Zugang zum Internet.
·       Danke für die Wärme in meinem Haus. Für das Heizöl.
 
Und so kann es weiter gehen. Wir nehmen so vieles als selbstverständlich. Mehrere Mahlzeiten am Tag. Getränke. Ein Eis. Kleidung. Volle Regale im Supermarkt oder Bioladen.
 
Es hilft, sich zu erinnern, dass wenn wir zu denen gehören, die ein Dach über dem Kopf und Essen im Kühlschrank haben, wir mehr haben, als 75% der Menschen dieser Erde. Wenn wir sogar ein Bankkonto haben, Geld in der Brieftasche, wenn wir in einem Land leben, das gerade nicht von Bomben zerstört wird und wenn wir das, was hier geschrieben steht, auch lesen können, dann gehören wir zu den privilegierten 15% dieser Welt.
 
Es lohnt sich, das sacken zu lassen und es nicht nur zu denken, sondern wirklich im Körper zu FÜHLEN.
 
Es bedarf zu Beginn einer gewissen „Disziplin“ oder Übung, um das Schöne im Alltäglichen zu erkennen. Je nach dem, wie unser Gehirn es gewohnt ist, zu arbeiten, wollen die Sinne verfeinert werden.
 
Regelmäßig dankbar zu sein verändert dein Leben langfristig nicht nur hin zu einem reicheren, emotionalen und gefühlvollen Leben, sondern schenkt dir auch die Fähigkeit, Glück zu empfinden. Ein Glück, das unabhängig von den äusseren Umständen ist.
 
Tipp für ein tägliches Dankbarkeitsritual:
Schreibe vor dem zu Bett gehen 3-5 Begebenheiten / Situationen / Dinge / Menschen / Erfahrungen auf, für die du an diesem Tag dankbar bist.
 

Zur Autorin Lucia Nirmala (LuNa) Schmidt

Lucia Nirmala besitzt die Fähigkeit, komplexe Themen verständlich und einfach zu erklären, ohne dadurch an Tiefe zu verlieren. Sie hat einen unvergleichlichen, undogmatischen Unterrichtsstil entwickelt, der tief in Yoga gegründet ist. Dabei nutzt sie die vielfältigen Methoden des Yoga nicht nur um Gesundheit und Wohlbefinden zu unterstützen, sondern auch um Spiritualität zu Leben.
Das transformierende an Lucia‘s Arbeit ist, dass sie Bewegung, also die ganz physische Dimension, mit einer spirituellen, energetischen Dimension verbindet und dabei so wunderbar natürlich und einfach bleibt. Sie ist durchdrungen vom Kaschmir Shivaismus, insbesondere der Pratyabhijña- und Spanda-Tradition, einem jahrtausende alten, mystischen Weg, der frei ist von Dogmen, strengen Geboten, ausgefeilten Praktiken oder stilisierten Ritualen. Es ist ein anarchistischer, revolutionärer Yoga-Weg, um Freiheit und Glück zu erleben.
Lucia Nirmala leitet weltweit Seminare, Workshops und Retreats und unterrichtet an ihrem Ausbildungsinstitut BodyMindSpirit in Zürich. www.body-mind-spirit.ch und www.chiyoga.ch.
 
Youtube
http://www.youtube.com/watch?v=XptIUuN0JcM
 
Facebook
BodyMindSpirit
LuNa Schmidt
 
Instagram
lunaschmidtyoga
 
Spotify
LuNa Schmidt

Dienstag, 29. Juni 2021

Online-MBRS-Stressreduktion durch Achtsamkeit 13. 07. - 31.08. 2021




Nie zuvor haben wir uns global und individuell in einer so herausfordernden Zeit gelebt. In einer solchen Krise tun wir gut daran, in die eigene Mitte zu kommen und dort zu bleiben. MBSR – Stressreduktion durch Achtsamkeit – gibt Ihnen einen wunderbaren „Werkzeugkoffer“ an die Hand, um gelassener durch diese schwierigen Zeiten zu gehen.

Dieser Kurs hilft Ihnen dabei, ungeachtet aller Sorge und Nöte innere Ruhe zu finden und diese auch langfristig zu halten. Erfahrungsgemäß verfügt jeder über Quellen des Friedens und Wohlbefindens. Egal, wie festgefahren unser Leben ist oder wie verzweifelt und ausgebrannt wir uns auch immer fühlen mögen. Egal wie unsicher äußere Umstände sind. Egal wie verfahren eine Situation aussieht.

Haben wir diese Quelle der inneren Ruhe erst einmal wiedergefunden, wird das Leben leichter.

Während der 8 Wochen lernen Sie verschiedene Übungen im Sitzen, Liegen und Gehen kennen. Sanfte Körperarbeit aus dem Yoga rundet das Spektrum ab. Außerdem gibt es im Kurs Anregungen zur Integration der Achtsamkeit in den Alltag sowie kurze Vorträge zur Stresslösung und Stärkung der eigenen Ressourcen.

LEITUNG: Doris Iding
DAUER: 8 Wochen
KURSTAG: Dienstag
TERMINE: 13. Juli 2021 bis 31. August 2021
ZEIT: 19:00 bis 21:30 Uhr
KURSGEBÜHR: 410€. Earlybird bis 15.02.2021 390€. Paare 350€/ Person. Arbeitssuchende, Studenten und Rentner. Sowie Menschen deren finanzielle Mittel begrenzt sind, bekommen gerne eine Reduktion
MATERIAL: 3 mp3 Meditationen und ein ausführliches Skript zum Kurs
INFO & ANMELUNG: Doris Iding 089.9547.1324 - www.glueckundachtsamkeit.de
SONSTIGES: Die Teilnehmer sollten die Bereitschaft mitbringen, sich auf eine regelmäßige Meditations- und Yogapraxis einzuladen.

 

MBSR 8-Wochen-Programm

13.07.2021 / /  MODUL 1  Achtsamkeit – was es ist und wie es wirkt.
20.07.2021  //  
MODUL 2  Wie wir die Welt wahrnehmen
27.07.2021  //  
MODUL 3  Im Körper beheimatet sein
03.08.2021  //  
MODUL 4  Entstehung von Stress und wie ich ihm mit Achtsamkeit begegne
10.08.2021  //  
MODUL 5  Umgang mit negativen und stressfördernden Gedanken
17.08.2021  //  
MODUL 6  Gefühle willkommen heißen
24.08.2021  //  MODUL 7  Achtsame Kommunikation
31.08.2021  //  
MODUL 8  Für sich Sorge tragen, Selbstmitgefühl entwickeln. Rück- und Ausblick

Hier noch ein Link zu einer Sendung in Bayern 2 zum Thema Angst. Dafür wurde ich interviewt. 

Angst - Vom Umgang mit einem unheimlichen Grundgefühl - radioWissen | BR Podcast